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Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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31.05.2002 -
Berlin (dpa) - Bei der vierten Deutschland-Tour nach ihrer Wiederbelebung 1999 steht das Telekom-Star-Ensemble ein Mal mehr auf dem Prüfstand.
Die nationale Konkurrenz Coast und Gerolsteiner, beim Giro angesichts des «Heppner-Wunders» nur zweiter Sieger gegen den Branchenführer, stehen beim Heimspiel über 1170 km auf sieben Etappen mit besonderem Ehrgeiz in den Startlöchern. «Natürlich wollen wir sie ein bisschen ärgern», sagte Coast-Manager Marcel Wüst über die besondere Konkurrenz.
Aber die Bonner schicken eine starke Mannschaft nach Wiesbaden an den Start und sind gewappnet. «Natürlich ist diese Rundfahrt für uns von besonderem Prestigewert», gab Telekom-Manager Walter Godefroot zu. Telekom geht an der Spitze des Teams mit dem Vorjahressieger Alexander Winokurow, der im März Paris-Nizza gewann und sich weiter für die Tour de France empfehlen will, und Erik Zabel ins Rennen.
Der Weltranglisten-Spitzenreiter, der gerade bei der Luxemburg-Rundfahrt seinen siebenten Saisonsieg unter Dach und Fach brachte, übt schon für die am 6. Juli an gleicher Stelle beginnende Tour de France. Für Zabel ist die Deutschland-Tour ein gutes Pflaster. Insgesamt gewann er seit 1999 sieben Etappen, im Vorjahr drei, und holte sich jedes Mal wie in den vergangenen sechs Jahren bei der Tour in Frankreich, das Trikot des Punktbesten.
«Bei den vielen Fans am Straßenrand ist man zu guter Leistung einfach verpflichtet», meinte Zabel, der im Sprint die härteste Konkurrenz in Tom Steels (Belgien) und Olaf Pollack (Gerolsteiner), dem Sieger der Niedersachsen-Rundfahrt, erwarten dürfte. Jens Voigt, zum ersten Mal dabei, wird sein Glück wie bei der Tour, bei der er 2001 einen Tag in Gelb fuhr und eine Etappe gewann, in spektakulären Einzel-Attacken suchen.
Die Sieben-Tage-Tour von Wiesbaden nach Stuttgart, wo die Deutschland-Rundfahrt am 9. Juni endet, ist anspruchsvoller geworden. Das Coast-Team, das noch auf eine Nach-Nominierung für die Tour de France hofft, dürfte der Telekom- Streitmacht in der Gesamtwertung am besten Paroli bieten können. Am Start sind der in dieser Saison wieder erstarkte Altmeister Alex Zülle (Schweiz), der Spanier David Plaza, der die Rundfahrt 2000 gewann, und sein starker Landsmann Aitor Garmendia.
Zum ersten Mal ist auf dem sechsten und vorletzten Tagesabschnitt nach Oberstdorf eine Alpen-Etappe (mit dem 1420 m hohen Rietbergpass) im Parcours. Spätestens dort wird die Entscheidung fallen. Aber auch die Königsetappe am dritten Tag (mit dem 1240 m hohen Kandel im Schwarzwald) oder das 36 km-Einzelzeitfahren in Bad Dürrheim haben es in sich.
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