Przydzial wird Friedensfahrtsieg aberkannt

01.07.2002  |  Prag (dpa) - Der Internationale Radsportverband UCI hat der Friedensfahrt-Direktion offiziell über den Dopingverstoß von Friedensfahrtsieger Piotr Przydzial informiert. Auch die in Lausanne im Beisein des Polen geöffnete B-Probe war positiv. Der Fahrer vom polnischen CCC-Polsat-Team ist damit des EPO-Dopings überführt.

Ihm werden der Gesamtsieg und die beiden Etappenerfolge aberkannt. Über die disziplinarischen Maßnahmen entscheidet der polnische Radsportverband am 9. Juli. Als bisheriger Gesamtzweiter rückt Ondrej Sosenka (Tschechien) - ebenfalls vom Polsat-Team - als Friedensfahrtsieger nach.

Inzwischen wurde ein zweiter Dopingfall bei der Friedensfahrt bekannt. Der Berliner Heiko Szonn vom Team Cologne, Sieger der 5. Etappe, wurde positiv auf Ephedrin getestet und verzichtet auf die B- Probe. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat gegen Szonn ein Sportstrafverfahren eingeleitet.

Der Berliner war nach seinem Etappensieg am 14. Mai erwischt worden. Eine Bestrafung durch das Sportgericht könnte zwischen einem und maximal sechs Monaten Startsperre liegen. Kann der Fahrer nachweisen, dass es sich um eine Unaufmerksamkeit handelte, könnte er auch mit einer Verwarnung davonkommen. Bis zum Urteil des Sportgerichts bleibt Szonn startberechtigt.

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