ARD: Ullrich drohen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

04.07.2002  |  Berlin (dpa) - Der unter Dopingverdacht stehende Jan Ullrich muss mit staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.

«Wenn die B-Probe auch ein positives Ergebnis bringt und keine ärztliche Verordnung für den Gebrauch von Amphetaminen bei Jan Ullrich vorliegt, werden wir die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens prüfen», erklärte Oberstaatsanwalt Eduard Mayer von der Staatsanwaltschaft München II der ARD. Da die Doping-Kontrolle in Bad Wiessee am Tegernsee durchgeführt wurde, ist die Staatsanwaltschaft München II für die Ermittlungen zuständig.

Die B-Probe des am 12. Juni anlässlich der überraschenden Kontrolle genommenen Urins soll am Freitag geöffnet werden. Bisher ist bei Ullrich von einer ärztlichen Verordnung, die eine Einnahme von bestimmten Amphetaminen unter Umständen zulässt, nichts bekannt. «Zum Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz kann der Besitz und möglicherweise auch der Konsum von Amphetaminen zählen», sagte Mayer und ergänzte: «Wir behalten die Angelegenheit Ullrich sehr im Auge.»

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