Radsport-Präsidentin erhebt Vorwürfe gegen Team Telekom

22.07.2002  |  München (dpa) - Die deutsche Radsport-Präsidentin Sylvia Schenk hat gegen das Team Telekom im Zusammenhang mit dessen bisherigem «Zugpferd» Jan Ullrich schwere Vorwürfe erhoben. «Es ist offensichtlich etwas falsch gelaufen», sagte Schenk in einem Interview mit dem «Münchner Abendzeitung».

«Man hat versucht, Ullrich umzustellen, ihm etwas aufzuzwingen mit dem Ziel, Armstrong schlagen zu können. Das hat dazu geführt, dass erst das Knie und dann der ganze Mensch rebelliert hat. Ich meine, es wäre besser gewesen, ihn nicht in ein anderes Schema zu pressen, sondern ihm seinen eigenen Stil und Weg zu lassen, auch wenn er damit vielleicht nur Zweiter wird.»

Dem Tour-Sieger von 1997 droht nach seiner Fernseh-Beichte, in der er am 6. Juli die Einnahme zweier verbotener Tabletten zugegeben hatte, bei einer Verurteilung 6 bis 12 Monate Sperre. Eine unangemeldete Kontrolle am 12. Juni in seiner Reha-Klinik in Bad Wiessee hatte einen positiven Doping-Befund (Amphetamine) ergeben. «Es wäre schön, wenn er als Radsportler mit Höchstleistungen zurückkommen könnte. Aber für mich ist wichtiger, das er sich selbst wieder in die Reihe kriegt. Der deutsche Radsport kann auch ohne Ullrich leben», wurde Schenk in der «AZ» zitiert.

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Vuelta a España (2.UWT, ESP)
  • Radrennen Männer

  • Tour of Bulgaria (2.2, BUL)
  • Giro della Regione Friuli (2.2, ITA)
  • Settimana Ciclistica Lombarda (2.1, ITA)
  • Coppa Agostoni - Giro delle (1.1, ITA)
  • Tour of Alberta (2.1, CAN)
  • Tour of China I (2.1, CHN)
DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM