UCI-Chef Verbruggen: Ullrich braucht innere Disziplin

25.07.2002  |  Aime (dpa) - Hein Verbruggen, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, wertete die Sechs-Monats-Sperre gegen Jan Ullrich als regelkonform.

«Obwohl ich die Urteilsbegründung noch nicht kenne, scheint mir der Spruch des Sportgerichts des deutschen Verbandes unseren Regeln entsprechend», sagte der Jurist anlässlich seines Besuchs der Tour de France in Begleitung von IOC-Präsident Jacques Rogge und Prinz Albert von Monaco. Die theoretisch mögliche Intervention der UCI gegen das Urteil wird es wahrscheinlich nicht geben, hatte bereits am Mittwoch UCI-Sprecher Enrico Carpani gegenüber dpa erklärt.

«Er ist erst 28 - es ist nicht zu spät. Wenn sich Ullrich wieder auf seinen Sport konzentriert, kann er es schaffen», sagte Verbruggen, der «es ein bisschen traurig» fand, «dass ein Athlet mit solch enormen physischen Möglichkeiten weder die Konzentration noch die Disziplin wie beispielsweise Lance Armstrong 12 Monate im Jahr aufbringen kann.» Verbruggen weiter: «Ich habe Ullrichs Pressekonferenz im Fernsehen verfolgt, als er sagte, er müsse sich zuerst selbst wieder finden. Vielleicht hat er verstanden, dass er auch den Kopf und innere Disziplin braucht, um das Metier erfolgreich zu betreiben».

Laut Ullrich-Manager Wolfgang Strohband soll besprochen werden, wann der Rad-Olympiasieger von seinem Auslands-Aufenthalt nach Merdingen zurückkehrt.

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