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"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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30.07.2002 -
Annecy (dpa) - Gegen die Ehefrau des unter Doping-Verdacht geratenen Dritten der Tour de France, Raimondas Rumsas, ist ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Edita Rumsiene sei unter dem Verdacht inhaftiert worden, «Dopingmittel angeboten, vertrieben und verabreicht zu haben», teilte die Staatsanwaltschaft in Bonneville in Savoyen mit.
Der Rad-Profi aus Litauen wies alle Vorwürfe zurück. Die italienische Frau von Rumsas war mit «einer großen Menge an Medikamenten» im Kofferraum ihres Autos in Chamonix festgenommen worden. Zu den als Dopingmittel eingestuften Produkten gehören Kortikoide, Testosteron, EPO, Wachstumshormone und Anabolika. Edita Rumsiene habe sich auf dem Weg nach Italien befunden.
Rumsas hat gegenüber der litauischen Tageszeitung «Lietuvos rytas» die Doping-Verdächtigungen zurückgewiesen. «Ich bin vollkommen ruhig. Den 3. Platz wird mir wirklich niemand wegnehmen», sagte er. Es habe es sich um Präparate gehandelt, die jeder Radfahrer mit sich führe.
Und weiter: «Ich habe meiner Frau die Medikamente gegeben, die ich nicht mehr brauchte und die ich nicht im Flugzeug transportieren wollte.» In der italienischen «Gazzetta dello Sport» las sich das anders: «Die Präparate waren für meine Schwiegermutter Yakstenia. Meine Frau hat sie aus Litauen mitgebracht. Ich habe nie etwas genommen. Meine Tour war sauber.»
Lampre-Teamarzt Jose Ibarguren Taus sagte der Sportzeitung: «Alle vier Doping-Kontrollen bei der Tour waren negativ. Auch die, die ich gemacht habe.» Rumsas wurde von seinem Rennstall Lampre-Daikin vorläufig suspendiert. Er kündigte an, einen Anwalt zu Hilfe zu nehmen. Sein 3. Rang bei der Tour de France war von Experten als große Überraschung eingestuft worden.
«Es könnte sich um eine Provokation von Konkurrenten handeln», sagte der Generalsekretär des litauischen Radsportverbands, Valentinas Rutkauskas, am Dienstag in Vilnius der dpa. Er habe mit Rumsas telefoniert. Demnach seien bei Edita Rumsiene lediglich deren Medikamente und Rezepte sowie Rehabilitationsmittel des Sportlers gefunden worden. «Alle Doping-Tests bei Rumsas waren negativ», betonte auch Rutkauskas. Der Sportler habe sich darüber beschwert, dass ihm bisher keinen Kontakt zu seiner Frau gestattet wurde.
In Lyon wurde aus Justizkreisen bekannt, dass die sechs Techniker und Mitarbeiter des Rumsas-Teams aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden waren. Es gibt keine Beschuldigungen gegen sie.
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