Ullrich kein «Wasserträger» bei Kontrahent Armstrong

02.01.2003  | 

Berlin (dpa) - Die Spekulationen um das neue Team des ehemaligen Tour-Siegers Jan Ullrich sind um eine Variante reicher. Während der deutsche Rad-Olympiasieger auf seiner Internetseite die Entscheidung für «die nächsten zwei Wochen» ankündigt, soll sich jetzt auch die Mannschaft US Postal seines Rivalen Lance Armstrong eingeschaltet haben.

Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung wollen die Amerikaner Ullrich angeblich als «Wasserträger» verpflichten. Ullrich, als dessen neuer Rennstall das deutsche Team Coast aus Essen favorisiert wird, lehnt das Ansinnen der Amerikaner ab. «Ich will nicht für, sondern gegen Armstrong fahren», wird der frühere Zeitfahr-Weltmeister zitiert.

Ausgeschieden als künftiger Arbeitgeber für Ullrich ist das dänische CSC-Team. «Ich rechne nicht mehr mit ihm», sagte CSC-Manager und Ullrich-Freund Bjarne Riis der «Bild»-Zeitung. Die Verpflichtung sei am finanziellen Rahmen seines Rennstalls gescheitert. «Jan fordert viel Geld und wir haben keinen Sponsor für ihn», begründete der Däne.

Der neue Arbeitgeber für Ullrich wird auf alle Fälle auch neue Heimstätte für Radprofi Tobias Steinhäuser und den ehemaligen Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage. Das bestätigte der Belgier, der seinen Vertrag bei Telekom zum Jahresende überraschend gekündigt hatte, der «Süddeutschen Zeitung»: «Wir drei sind jetzt kompakt zu haben.» Coast sei die erste Option für das Trio, sagte Pevenage, aber es gäbe auch andere Optionen.

Der ehemalige belgische Profi, der zehn Jahre beim Team Telekom gearbeitet hat, wird Jan Ullrich auf alle Fälle weiter betreuen und glaubt an dessen Zukunft. «Jan will zurück, unbedingt, er will der Radsportwelt zeigen, dass er nochmal dahin kommen kann, wo er sein sollte», erklärte Pevenage.

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