Profi-Radsport

Zweifel an Todesursache von Radprofi Zanette

13.01.2003 -

Pordenone (dpa) - Der Tod des italienischen Radprofis Denis Zanette, der einem Herzinfarkt erlag, beschäftigt jetzt die Staatsanwaltschaft von Pordenone. Am Wochenende wurde Zanettes Wohnung durchsucht, weil Staatsanwältin Antonella Dragotto nicht ausschließt, dass der Herzstillstand des Profis während einer Zahnbehandlung mit der Einnahme verbotener Dopingmittel zusammenhängt.

«Nur die Autopsie am Dienstag kann Licht in diesen mysteriösen Tod eines scheinbar kerngesunden 32-jährigen Spitzensportlers bringen», sagte Frau Dragotto gegenüber der Tageszeitung «Corriere della Sera».

Der verhörte Zahnarzt sagte aus, dass keinerlei Betäubungsmittel verabreicht worden seien, da es sich um eine simple Entfernung von Zahnstein gehandelt habe. Die Obduktion soll nun die Todesursache klären. «Es ist komisch, dass ein trainierter Radprofi wie Zanette einem Herzinfarkt erliegt. Wir wollen klarer sehen und eventuelle Verantwortlichkeiten herausfinden», sagte Dragotto. Zanettes Familie hatte gegen die Durchsuchung der Wohnung protestiert.

Zanette stand nach dem Giro d`Italia 2001 als Mitglied des Liquigas-Teams mit vier seiner Kollegen unter Dopingverdacht, wurde aber nie positiv getestet. Dafür war er in der Vergangenheit des öfteren mit «geduldeten» Mitteln wie Coffein-Präparaten, die auf Dauer das Herz schädigen, in Verbindung gebracht worden.

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