Risi/Betschart gewannen Berliner Sechstagerennen

29.01.2003  | 

Berlin (dpa) - Die Schweizer Bruno Risi/Kurt Betschart und die Italiener Silvio Martinello/Marco Villa haben dem Berliner Sechstage- Publikum eine rauschende Ballnacht bereitet. Erneut 12 000 Besucher im Velodrom an der Landsberger Allee erlebten beim Finale des 92. Sechstage-Rennens einen Wimpernschlag-Sieg der Eidgenossen, die erst mit der letzten Wertung ihren ersten Erfolg an der Spree feiern konnten.

Die Sechstage-Weltrekordler fuhren dabei zu ihrem 31. gemeinsamen Erfolg. Martinello/Villa lagen am Ende nur fünf Punkte zurück. Dritte wurden mit einer Runde Rückstand Andreas Kappes/Andreas Beikirch (Köln/Büttgen). Die Veranstalter verbuchten mit zusammen 76 000 Zuschauern einen erneuten Besucher-Rekord und sehen sich dabei entgegen dem allgemeinen Trend in den anderen Sixdays-Arenen.

«Wir haben sieben Anläufe gebraucht, um endlich auch ein Mal bei einem der schönsten Rennen der Welt vorn zu sein», sagte der glückliche Sieger Bruno Risi weit nach Mitternacht nach seiner Ehrenrunde im Cabriolet vor einer immer noch vollen Halle. «Warum das so lange gedauert hat, fragen wir uns selbst. Allerdings hätten Silvio und Marco den Sieg ebenso verdient.» Der 40 Jahre alte Martinello, der bei vier Starts in Berlin vier Mal siegreich war, bestritt sein letztes Sechstage-Rennen und wollte unbedingt gewinnen. Erst 40 Runden vor dem Ende der 60-Minuten-Jagd hatte er mit Villa alle anderen Teams überrundet, nur die Schweizer klebten an den Hinterrädern. Danach wechselte im Kopf-an-Kopf-Rennkrimi bei vier Wertungs-Spurts vier Mal die Führung.

Indes scheinen die Querelen aus dem Vorfeld wegen des Sixdays-Verbots der Telekom-Chefetage für ihre Straßen-Profis behoben. Am Schlusstag wurden die Organisatoren von einem «Betriebsausflug» des Telekom-Teams und der fast kompletten Führungsetage des Unternehmens überrascht. «Einige haben erstmals ein Sechstage-Rennen gesehen und Vorurteile ablegen können. Ich denke, im nächsten Jahr darf ich wieder dabei sein», meinte der Ahlener Rolf Aldag. Und Sprintstar Erik Zabel versprach unter dem Jubel der Massen für die kommenden Jahre einen Start in seiner Heimat.

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