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25.05.2003 -
Höchstadt (dpa) - Radprofi Michael Rich aus Öschelbronn hat die 24. Internationale Bayern-Rundfahrt gewonnen und damit seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholt.
Der 33-Jährige vom Team Gerolsteiner kam bei der letzten Etappe über 166,5 km von Freystadt nach Höchstadt mit dem Hauptfeld ins Ziel und verteidigte das Gelbe Trikot vor Nachwuchsfahrer Patrick Sinkewitz (Münster). «Michael ist super in Form. Auf der ganzen Rundfahrt war sein Trikot nicht einmal ernsthaft in Gefahr», sagte der Sportliche Leiter vom Team Gerolsteiner, Hans-Michael Holczer.
Den letzten Teilabschnitt gewann der Belgier Johan Coenen. Der 24-Jährige vom Team Marlux-Wincor Nixdorf setzte sich im Spurt einer dreiköpfigen Spitzengruppe in 4:11:48 Stunden vor dem Wittenberger Bert Grabsch und Andrei Kaschechkin aus Kasachstan durch. In der Gesamtwertung hatte Rich mit einer Zeit von 21:08:08 Stunden 30 Sekunden Vorsprung auf Sinkewitz und 34 Sekunden auf den Sieger der Auftaktetappe, Thomas Liese aus Sangerhausen.
Im Gegensatz zu Telekom-Kapitän Zabel oder den Credit-Agricole- Fahrern Jens Voigt (Berlin) und Stuart O`Grady (Australien) muss Rich auch nach seinem erneuten Erfolg in Bayern noch um sein Ticket für die Tour de France bangen. Nur wenn die Leitung von Team Gerolsteiner beim Saisonhöhepunkt auf Zeitfahr-Spezialisten setzt dürfte der Vizeweltmeister im Kampf gegen die Uhr nominiert werden. Auch bei der Bayern-Rundfahrt legte Rich beim Zeitfahren den Grundstein zum Gesamtsieg und dürfte somit beste Argumente für eine Nominierung geliefert haben.
Für den Weltranglisten-Ersten Zabel reichte es bei der Tour durch Bayern weitgehend nur zu durchschnittlichen Resultaten. Auch am letzten Tag musste er sich mit Rang sechs zufrieden geben. In der Gesamtwertung kam Zabel nicht unter die besten 15. Nach schwächeren Sprintergebnissen zu Beginn konnte der 32-Jährige am Freitag immerhin seinen insgesamt 13. Etappenerfolg bei der Bayern-Rundfahrt feiern. «Die Pflicht habe ich erledigt», zog der sechsfache Gewinner des Grünen Trikots der Tour de France Bilanz. Wie Voigt, Sieger der Bayern-Rundfahrt 2000 und 2001, nutzte Zabel die sechs Etappen mehr zum «Einrollen» für die «große Schleife» im Juli in Frankreich.
Die Schlussetappe ins fränkische Höchstadt wurde dominiert von einer fünfköpfigen Ausreißergruppe, der der spätere Sieger Coenen den Stempel aufdrückte. Nach nur vier Kilometern setzte sich das Quintett vom Hauptfeld ab. Während seine vier anfänglichen Begleiter letztlich ins Hauptfeld zurückfielen setzte sich Coenen schließlich durch und feierte seinen ersten Etappenerfolg bei der Bayern-Rundfahrt.
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