Löwik Überraschungssieger auf 2. Etappe

04.06.2003  | 

Kronach (dpa) - Ein Ausreißer-Duo hat Erik Zabel bei der Deutschland-Tour einen Strich durch die Rechnung gemacht und seinen möglichen zweiten Etappensieg verhindert. Der Niederländer Gerben Löwik sicherte sich nach 183,4 km im fränkischen Kronach den Tagessieg im Ziel der 2. Etappe, die in Altenburg gestartet wurde.

Der zweitplatzierte Schweizer Grégory Rast übernahm als Lohn der Mühe vom Weltranglisten-Spitzenreiter Zabel das Weiße Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement. Zu den Gratulanten in Kronach gehörte auch IOC-Vizepräsident Thomas Bach.

Der Leipziger Roberto Lochowski vom Wiesenhof-Team, Löwik und Rast hatten sich bereits nach fünf Kilometern vom Feld abgesetzt. Das Trio schraubte auf dem Weg vom Vogtland nach Oberfranken seinen Vorsprung bei sengender Hitze auf bis zu 15 Minuten. Ins Ziel rettete die zum Duo geschrumpfte Ausreißer-Gruppe - Lochowski fiel 60 km vor dem Ziel zurück - noch 2:25 Minuten vor dem drittplatzierten Fabian Wegmann (Münster). Drei Sekunden später jagte das Feld mit Zabel und auch Jan Ullrich über den Zielstrich. «Es war heute wegen der Hitze viel schwerer als erwartet. Ich bin froh, dass ich vorne dabei war», sagte der Olympiasieger.

Zabel verpasste in Kronach seinen 13. Erfolg bei der Deutschland-Tour. In seiner gesamten Profi-Karriere war der Sieg vom Vortag in Altenburg sein insgesamt 175. Damit liegt der 32-jährige Berliner, der mit seiner Familie seit Jahren in Unna wohnt, in der ewigen Bestenliste auf Rang zwei hinter Weltmeister Mario Cipollini, der bisher 185 Siege verbuchte.

Zwei prominente Fahrer gaben auf: Der im Weltcup führende Peter van Petegem (Belgien) und der Italiener Michele Bartoli, der über Magen-Probleme klagte. «Zabel ist im Moment sehr stark. Es dürfte sehr schwer werden, ihn hier im Sprint zu schlagen», hatte der Australier Stuart O`Grady, der bei der Tour in Frankreich wieder zu den Kandidaten für das Grüne Trikot zählen dürfte, vor dem Start erklärt.

Aber anders als am Vortag reichten die Bemühungen von Zabels Team-Kollegen diesmal nicht, das Feld noch rechtzeitig an die Ausreißer heranzuführen. «Schon gestern haben wir die meiste Arbeit gemacht. Wir haben alles versucht, waren aber alleine», lieferte Telekom-Teamchef Mario Kummer eine Erklärung für den überraschenden Erfolg des Ausreißer-Duos, das eine aufreibende Alleinfahrt von 178 Kilometern hinter sich brachte.

Die genaue Todesursache des französischen Radprofis Fabrice Salanson blieb noch ungeklärt, die Behörden ermitteln weiter. Inzwischen trafen die Eltern des 23-Jährigen in Dresden ein, wo Salanson in der Nacht vor dem Start der Deutschland-Tour in seinem Hotelzimmer gestorben war.

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