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28.10.2000 -
Manchester (dpa) - Die 24-jährige Judith Arndt aus Frankfurt (Oder) hat ihren Frust über die verpatzten Olympia-Auftritte in Sydney schnell weggesteckt. Bei der Bahn-Weltmeisterschaft in Manchester hat die introvertierte Frankfurterin bei ihrer vorerst letzten Bahn-WM noch einmal eine Silber-Medaille nachgelegt.
Bereits im Punktefahren hatte sie Platz zwei belegt und knapp den Titel verpasst. Die Sechste des Verfolgungs-Rennens von Sydney und Vierte aus dem olympischen Punkterennen hat sich am Samstag mit einer Klasse-Leistung im Finale der Einzelverfolgung in der Weltspitze zurück gemeldet. Trotzdem will sie in Zukunft erst einmal ganz auf die Straße umsteigen.
Judith Arndt hat im 3 000-m-Finale der von einer erneut ausverkauften Halle begeistert angefeuerten Britin Yvonne McGregor einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert. Bis gut 600 m vor dem Ziel lag sie in Führung, dann kam die immer auf dem letzten Kilometer sehr starke neun Jahre ältere McGregor noch auf und gewann in 3:35,274 Minuten. Dabei nahm sie der Frankfurterin (3:36,547) noch mehr als eine Sekunde ab. Seit 1997 hat Judith Arndt immer eine Medaille in der Verfolgung gewonnen. Ihr bestes Resultat war 1997 der Weltmeistertitel.
Im Sprintwettbewerb der Frauen hat die Cottbuserin Katrin Meinke das Viertelfinale mit einem Sieg über die Chinesin Ciuhua Jiang erreicht. Die zweite deutsche Starterin, Ulrike Weichelt aus Erfurt, war wegen einer Erkrankung nicht angetreten.
Für die Männer gab es im Olympischen Sprint nichts zu gewinnen. Nach schwachem Beginn konnten sich Jan van Eijden (Dudenhofen), Matthias John (Erfurt) und Sören Lausberg (Berlin) nicht steigern. Sprintweltmeister von Eijden hatte mit dem Erfurter Neuling die Position getauscht und war als «Anfahrer» ins Rennen gegangen. Aber gegen Spanien gab es trotzdem eine klare Niederlage. Die Zeit von 45,650 Sekunden reichte am Ende nur für Platz fünf in der Gesamtwertung. Seit Einführung dieser WM-Disziplin 1995 hatte es immer eine Medaille für das deutsche Trio gegeben.
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