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23.06.2003 -
Oberstaufen (dpa) - Telekom-Profi Sergej Jakowlew hat das Gastspiel der Tour de Suisse in Deutschland gewonnen und damit indirekt für einen Heimsieg gesorgt. Der Kasache feierte in Oberstaufen im Allgäu den größten Erfolg seiner Laufbahn, nachdem er sich 15 Kilometer vor dem Ziel aus einer fünfköpfigen Ausreißergruppe abgesetzt hatte.
Die siebte, in Savognin gestartete Etappe war mit 231,3 Kilometern auch die längste der diesjährigen Schweiz-Rundfahrt.
An der Spitze der Gesamtwertung änderte sich nichts. Der Italiener Francesco Casagrande hat vor dem voraussichtlich entscheidenden Einzelzeitfahren in Gossau 37 Sekunden Vorsprung auf Telekom-Profi Alexander Winokurow. Der Kasache gilt jedoch als der stärkere Zeitfahrer. Jan Ullrich, der 3:24 Minuten hinter Casagrande weiterhin Neunter ist, zählt nach seiner bisherigen Leistung zu den Mitfavoriten im Rennen gegen die Uhr, bei dem 32,5 Kilometer absolviert werden müssen. Für die neunte und letzte Etappe werden keine großen Veränderungen im Gesamtklassement mehr erwartet.
Ein Sextett mit Jakowlew und dem Schweizer Markus Zberg vom Team Gerolsteiner setzte sich bereits nach 71 Kilometern ab. Die Gruppe besaß auf der Etappe, die auch durch Österreich und Liechtenstein führte, bis zu sechs Minuten Vorsprung. Er schrumpfte zwar vor einer 47 Kilometer langen, welligen Runde, die zum Schluss rund um Oberstaufen zu absolvieren war, die Favoriten ließen die Ausreißer am Ende jedoch gewähren. Beim letzten Anstieg startete Jakowlew die entscheidende Attacke und siegte mit einer Minute Vorsprung vor den Schweizern Zberg und Daniel Schnider.
Ullrich und die anderen Spitzenfahrer erreichten mit dem Hauptfeld das Ziel und hatten rund dreieinhalb Minuten Rückstand auf Jakowlew. Nicht mehr dabei war Ullrichs Bianchi-Teamkollege Aitor Garmendia, der wie zuvor schon sein spanischer Landsmann David Plaza aufgab.
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