Zitat der Woche:
"Vielleicht sollte man einfach mal ein Jahr ohne Spanien fahren"
(Frauen-Bundestrainer Jochen Dornbusch nachdem die Spanierin Moreno positiv getestet wurde)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a Espana
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
18.07.2003 - Cap Découverte (dpa) - Jan Ullrich greift bei der 90. Tour de France nach dem Gelben Trikot. Der Tour-Sieger von 1997 feierte seinen ersten Sieg in einem Tour-Zeitfahren über Lance Armstrong und kann sich für die kommenden vier Pyrenäen-Etappen die größten Hoffnungen machen.
«Jetzt ist alles möglich, die Tour fängt jetzt erst richtig an», sagte Ullrich, nachdem er als Sieger des ersten großen Tour-Zeitfahrens Armstrong im Freizeitpark Cap Découverte über 47 km sensationell 1:36 Minuten abgenommen hatte.
Der vierfache Tour-Sieger aus Texas rangiert jetzt im Gesamtklassement nur noch 34 Sekunden vor Ullrich, der zwischen Januar 2002 und März 2003 keine Rennen gefahren war und sich durch seine Super-Vorstellung auf der 12. Etappe in die Rolle des Herausforderers katapultiert hat. «Jan ist jetzt mein Tour-Favorit» sagte Armstrong, will den Boden aber nicht freiwillig preisgeben. «Ich werde in den Pyrenäen attackieren, die Tour ist noch nicht zu Ende», sagte er unmittelbar nach dem Rennen.
Der Kampf gegen die Uhr wurde auf der 12. Etappe zum großen Duell zwischen Armstrong und Ullrich, das der 29-jährige deutsche Olympiasieger überraschend deutlich für sich entschied und dabei seinen insgesamt siebten Tour-Etappensieg feierte. Zuletzt hatte er 1998 beim Zeitfahren in Le Creusot gewonnen. «Ich bin jetzt völlig kaputt, aber auch überglücklich und den Tränen nahe. Ich denke jetzt erst Mal nicht an morgen und genieße nur den Augenblick. Ich hätte nicht geglaubt, gewinnen zu können. Ich habe vom ersten bis zum letzten Meter alles gegeben. Die Durchsage der Zwischenzeiten hat mich unterwegs extra motiviert», waren Ullrichs erste Worte nach dem Vorstoß auf Rang 2.
Ullrich, der den sonnenüberfluteten Kurs mit zwei Steigungen am Anfang und am Ende vormittags abgefahren war, war vom Start weg förmlich explodiert. Er hatte den zwei Minuten vor ihm gestarteten Ivan Basso (Italien) schon nach 15 km eingeholt, danach war Armstrongs Helfer Roberto Heras (Spanien) fällig. Bei der ersten Zwischenzeit nach 13 km lagen Ullrich und Armstrong bis auf die Sekunde gleichauf. Dann begann Ullrich, sich abzusetzen. «Ich habe nicht zu dicke Gänge getreten, damit ich am Schluss für die Steigung noch Kraft hatte», sagte Ullrich, der nach dem Mannschafts-Zeitfahren seine heikelste Krise überstehen musste, als er mit einer Magenverstimmung in der Nacht über 39 Grad Fieber hatte.
«Das wichtigste Tour-Zeitfahren in den letzten fünf Jahren» lief für Armstrong alles andere als nach Wunsch. Es könnte ein Fingerzeig für die weitere Tour sein und die Konkurrenten vor den kommenden vier Pyrenäen-Etappen zu weiteren gemeinsamen Attacken anregen. Das Taktieren hat jedenfalls schon begonnen. 30 Minuten nach dem Rennen und seinen ersten Aussagen sprach Armstrong nicht mehr von eigenen, bevorstehenden Attacken in den Pyrenäen: «34 Sekunden Vorsprung würden mir für das zweite Zeitfahren am vorletzten Tourtag in Pornic reichen.»
Ullrichs früherer Team-Kollege und Freund Alexander Winokurow (Kasachstan) ist mit 51 Sekunden Rückstand auf Armstrong auf den 3. Platz zurückgefallen. Auf Ullrich verlor der Olympia-Zweite 2:05 Minuten. «Jan hat heute ein Super-Zeitfahren hingelegt. Ich hatte heute einen schlechten Tag, und die großen Hitze hat Jan sicher bevorteilt. Jetzt kommen vier ganz schwere Tage in den Pyrenäen», erklärte der geschlagene Armstrong.
Die heißeste Tour seit Jahren setzt den Fahrern weiter zu. Beim Zeitfahren kletterte das Thermometer im Ziel, wo früher im Tagebau Kohle gefördert wurde, auf 38 Grad im Schatten. Obwohl die klimatischen Verhältnisse dem Kolumbianer Santiago Botero entgegen gekommen sein müssten, konnte der Telekom-Neuling nicht wie im Vorjahr beim ersten Zeitfahren überraschen. Der Zeitfahr-Weltmeister, der bisher bei der Tour den Besten auf jedem Terrain hinterherfährt, landete in 1:03:32 Stunden abgeschlagen. Im Vorjahr hatte er Armstrong geschlagen und sich den Etappensieg geholt. Das war die einzige Zeitfahr-Niederlage für den Texaner seit seine Siegesserie bei der Tour 1999 begann.
Schillinger: Zwei Siege in 24 Stunden (20.08.2008)
Michael Schweizer stürmt zum Hattrick (19.08.2008)
Klemme gewinnt U23-Bundesligarennen in Ilsfeld-Auenstein (18.08.2008)
Re: der neue ulle! (21.08.2008)
Re: Die völlige Unglaubwürdigkeit der Medien.. (21.08.2008)
der neue ulle! (21.08.2008)
Re: Wir setzen uns für Ullrich ein! (Schönere Berichte) (21.08.2008)
Re: Olympia 2008 (21.08.2008)