Profi-Radsport

Urteil gegen Kappes am 8. November

01.11.2000 -

Berlin (dpa) - Bei der Bekanntgabe des Urteils durch das Sportgericht am 8. November in Berlin rechnet der des Dopings angeklagte Radprofi Andreas Kappes (Köln) bei einem Schuldspruch mit einer Sperre unterhalb der Höchststrafe von zwei Jahren.

Auch bei einer Verurteilung würde der 33-jährige «Wiederholungstäter» mit dem Radsport «auf jeden Fall» weitermachen.

Kappes war überführt worden, bei den Deutschen Bahn- Meisterschaften in Hamburg, bei denen er sich den inzwischen aberkannten Titel im Punktefahren geholte hatte, das verbotene Anabolikum Nandrolon eingenommen zu haben. Der gebürtige Bremer, in den letzten Jahren vornehmlich als erfolgreicher Sechstage-Fahrer unterwegs, war bereits 1997 bei einem Doping-Vergehen überführt worden.

Kappes kann sich den Nandrolon-Fund nicht erklären und vermutet die Ursache in Ernährungs-Zusätzen, die er regelmäßig zu sich nimmt und in denen - nicht tituliert - Nandrolon enthalten sein könnte. Nach dem 8. November will sich Kappes, dessen Vertrag von seinem Straßenteam Agro Adler Brandenburg nach dem erneuten Doping-Befund aufgelöst worden war, detailliert über seine Zukunftspläne äußern.

Theoretisch hätte der aktuell erfolgreichste deutsche Sechstage- Fahrer in die Winterbahn-Saison in Dortmund oder Grenoble starten können. In beiden Städten fällt am parallel der Startschuss für insgesamt nur noch acht Sechstagerennen. Aber der Dortmunder Sechstage-Chef Hans Ost winkte ab: «Nach seinem positiven Befund stand Kappes nicht zur Debatte, auch wenn er noch nicht gesperrt ist.» Auch in Grenoble ist der Wahl-Kölner nicht dabei.

Der Sechstage-Zirkus endet nach den Stationen Dortmund/Grenoble, München, Gent, Zürich, Bremen und Stuttgart am 30. Januar 2001 in Berlin. Der Star und Höchstverdiener in Dortmund und München (9.-14. November) ist der Weltcup-Gewinner Erik Zabel (Unna) vom Telekom- Team.

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