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30.07.2003 - Stuttgart (dpa) - Den deutschen Bahn-Radfahrern ist der Auftakt bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart gelungen. Unbeeindruckt von den Querelen um die Nichtnominierung von Jens Lehmann qualifizierten sich Daniel Becke (Erfurt) und Robert Bartko (Potsdam) für das Viertelfinale in der 4000-m-Einzelverfolgung.
Becke fuhr als Fünfter der Ausscheidung 4:25,083 Minuten und trifft in der nächsten Runde auf Paul Manning (Großbritannien). Bartko schaffte den Viertelfinal-Einzug als Sechster in 4:25,981 Minuten und muss sich mit Sergi Escobar (Spanien) auseinander setzen.
Im Vorfeld hatte die Nichtnominierung des WM-Dritten Jens Lehmann für Aufregung und Unruhe im deutschen Lager gesorgt. Der 35-jährige Vierer-Olympiasieger hatte mit dem Gedanken gespielt, seinen Startplatz gerichtlich einzuklagen, wegen der Kurzfristigkeit davon aber abgesehen. «Ich werde die Entscheidung akzeptieren und den Vierer fahren. Aber ein bitterer Beigeschmack bleibt», sagte der Leipziger. Erst ein Abschlusstest am vergangenen Samstag, bei dem Lehmann über 2000 m mit fliegendem Start vier Sekunden langsamer war als Bartko, brachte den sechsmaligen Weltmeister um seinen sicher geglaubten Startplatz.
«Ich hatte vorher schon alles mit ihm geklärt. Ich weiß nicht, was es jetzt noch zu besprechen geben soll. Er ist in seiner Meinung so verhärtet, dass es nichts bringt», erklärte Bartko. Der Doppel- Olympiasieger von Sydney feiert in Stuttgart nach drei Jahren sein Comeback auf der Bahn. Mit seinem Auftakt war er jedoch nicht zufrieden. «Die Zeit ist nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Eine 4:22 wollte ich gern fahren. Ich bin nur zufrieden, dass ich angekommen bin», sagte der 27-jährige Profi vom niederländischen Rennstall Rabobank.
Schnellster der Qualifikation war der Brite Bradley Wiggins in 4:17,342 Minuten. Titelverteidiger Bradley McGee (Australien) hatte seinen Start wegen gesundheitlicher Probleme nach der Tour de France abgesagt.
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