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"Vielleicht sollte man einfach mal ein Jahr ohne Spanien fahren"
(Frauen-Bundestrainer Jochen Dornbusch nachdem die Spanierin Moreno positiv getestet wurde)
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10.11.2003 - München (dpa) - Beim Münchner Sechstagerennen spielte der zweifache Olympiasieger nur eine Nebenrolle, doch schon bald will Robert Bartko doppelt glänzen. Der 27-Jährige träumt nicht nur davon, bei den Olympischen Spielen in Athen seine zwei Goldmedaillen aus Sydney zu verteidigen. Für den mehrfachen Weltmeister geht es im nächsten Jahr gleichzeitig darum, auf der Straße die berufliche Zukunft zu sichern.
«Das wird sicherlich ein schweres Jahr, weil ich Straße und Bahn in Einklang bringen muss», sagte der Rad-Profi, für den die Wettkämpfe in Athen aber das dominierende Ziel sind. «Da will ich top vorbereitet an den Start gehen», erklärte Bartko während der Sixdays in der Olympiahalle.
Normalerweise nutze man die Straße in solchen Jahren als Vorbereitung für die Großereignisse auf der Bahn, verriet der Titelverteidiger in der Einer- und Vierer-Verfolgung, «aber bei mir ist es so, dass ich auch um einen neuen Vertrag auf der Straße fahren muss, denn ich will Profi bleiben». Das Problem dabei: Die Belastungen auf Bahn und Straße sind unterschiedlich: «Beides ist für sich recht anspruchsvoll.» Gerade als er bei Telekom auf der Straße in Tritt kam, bekam er die Kündigung und 2003 ein Engagement bei Rabobank in den Niederlanden. In der abgelaufenen Saison war es still um Bartko.
Nach dem Münchner Sechstagerennen, seinem letzten Wettkampf einer zum Teil turbulenten Saison, gibt es für den Potsdamer eine zweiwöchige Pause. Noch in diesem Jahr stehe das Trainingslager mit dem Nationalteam auf Mallorca an. Danach werden im Januar mit seinem Team Trainingskilometer in Spanien abgespult und die Rennen für 2004 geplant. Egal, welche Straßenrennen Bartko fahren muss, die Olympischen Spiele hat er dabei im Hinterkopf und die zusätzlichen Einheiten auf der Bahn in den Beinen.
«Für die Bahneinheiten geht es zur Nationalmannschaft», sagte er. Dort müsse er auch Weltcup-und Nominierungsrennen bestreiten. Genau diese Wettkampfpraxis muss Bartko nutzen, will er nicht einen ähnlich Einbruch wie bei der Bahn-Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Stuttgart erleiden, als er im Viertelfinale ausschied. «Das war eine relativ schlechte Leistung», betonte der mehrfache deutsche Meister: «Dabei waren die Werte im Training super, im Wettkampf konnte ich es aber nicht umsetzen.» Die Wettkampferfahrung habe gefehlt. Nun möchte er vor allem die Rennen nutzen, um «sich top auf die Olympischen Spiele vorzubereiten». Die Priorität für die Wettkämpfe in Athen hat er klar abgesteckt: «Die Einer-Verfolgung ist als erster Wettbewerb dran, und deswegen werde ich mich erst einmal darauf konzentrieren.»
Dazu steht bei den Olympischen Spielen die Titelverteidigung im Vierer an, um den es in diesem Jahr so viel Ärger gegeben hatte. Denn ausgerechnet die Nominierung Bartkos war Auslöser für eine turbulente Affäre beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Beim Streit damals hatten vier Bahn-Verfolger den Start mit dem Berliner Guido Fulst und eben Bartko verweigert. Die vier Boykotteure wurden zum Teil für zwei Jahre von der Nationalmannschaft ausgeschlossen. «Für mich gibt es da keinen Klärungsbedarf mehr», sagte Bartko. Allerdings versuchen die Ausgeschlossenen eine Rückkehr mit juristischer Hilfe.
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