BDR-Arzt Huber: Doping spielt «kaum eine Rolle»

16.12.2003  |  Berlin (dpa) - Die Todesfälle der jüngsten Vergangenheit im Radsport wegen Herzversagen setzt BDR-Arzt Erwin Huber nicht mit möglichem Doping in Zusammenhang.

«Doping durch EPO oder Anabolika kann kaum eine Rolle spielen. Für Hunderttausende von nierenkranken oder krebskranken Menschen sind EPO und Anabolika lebensrettend. Es ist nicht erforscht, ob EPO oder Anabolika Spätfolgen hinterlassen», sagte der Chefarzt der deutschen Olympia-Mannschaft 2002 und Verbands-Mediziner des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) in einem «Welt»-Interview.

In diesem Jahr waren unter zum Teil ungeklärten Umständen die Rad-Profis Denis Zanette (32 Jahre/Italien), Fabrice Salanson (23/Frankreich) und José Maria Jiménez (32/Spanien) an Herzversagen gestorben. Im Fall Salanson, der am Vorabend der Deutschland-Tour in seinem Hotelzimmer in Dresden starb, läuft zur Zeit in Frankreich eine Nachuntersuchung der Todesursache.

Huber von der Universitätsklinik Freiburg, die sich auch um die Fahrer des deutschen T-Mobile-Teams kümmert, plädierte für intensivere Betreuung. «Ich dränge unseren Verband, intensiv medizinisch zu betreuen. Die Gefahr gesundheitlicher Schäden könnten wir dadurch auf ein Minimum reduzieren. Die Untersuchung unserer U23- Radler scheitert in diesem Jahr zum Beispiel an 2000 Euro Reisekosten. Damit steigt das gesundheitliche Risiko», erklärte Huber.

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