Team Gerolsteiner mit «jungen Wilden»

21.01.2004  |  Gerolstein (dpa) - Mit «jungen Wilden» und ohne Star will das Team Gerolsteiner im Windschatten der etablierten Radrennställe auch 2004 wieder Erfolge einfahren.

Zwei Tage nach der spektakulären Präsentation des Teams T-Mobile auf Mallorca stellten sich die Pedaleure der zweiten deutschen Elitemannschaft in ihren neuen blauen Trikots und eingerahmt von meterhoch aufgetürmten Getränkekisten im Wasserwerk 1 von Sponsor Gerolsteiner vor. «Wir sind eine Mannschaft ohne richtigen Star. Davon profitiert aber jeder Fahrer, weil er nach vorne fahren kann», sagte der neue sportliche Leiter Udo Bölts.

«Wir sind ein Team, das von Ende Januar bis Mitte Oktober präsent sein will und nicht nur eingestellt ist auf ein oder zwei Events», ergänzte Teamchef Hans-Michael Holczer. Die erste Etappenfahrt bestreitet das Team mit der Katar-Rundfahrt vom 2. bis 6. Februar. Der GS 1-Rennstall will unter anderem auch bei der Deutschland-Tour, der Tour de Suisse sowie den beiden großen Etappenrennen durch Frankreich und Italien starten.

Insgesamt verpflichtete der erst vor sechs Jahren gegründete Rennstall sieben neue Fahrer - darunter Danilo Hondo, den ehemaligen Siegsprinter des Teams Telekom, der nun neben dem Bahnvierer-Olympiasieger Olaf Pollack Erfolge erzielen soll. «Es ist gut und wichtig, zwei so starke Sprinter in der Mannschaft zu haben», betonte Bölts, der nach seinem Karriere-Ende als aktiver Fahrer nun als sportlicher Leiter sein Debüt gibt. «Es ist nicht schlimm, gegen diese Mannschaft zu verlieren, aber umso schöner ist es, sie das eine oder andere Mal abzuhängen», meinte Teamchef Holczer mit Blick auf die Duelle gegen Jan Ullrich, Erik Zabel und Co.

Im vergangenen Jahr war das Team Gerolsteiner bei seiner Tour-Premiere vom Sturzpech verfolgt. Der Österreicher Georg Totschnig belegte den zwölften Gesamtrang. «Er bekommt 2004 mehr Freiheiten für die Vorbereitung auf die Tour», kündigte Holczer an. «Ich bin nicht mehr der jüngste und will in diesem Jahr möglichst weit vorne landen - vielleicht sogar einen Etappensieg schaffen», meinte der österreichische Meister. Dagegen wird der Italiener Davide Rebellin sein Augenmerk auf die Klassiker und den Gesamtweltcup wie den Giro dItalia legen. Sein Tour-Start ist noch fraglich. «Davide kann den Gesamtweltcup schaffen», meinte Bölts über den 32-Jährigen.

Neben den weiteren Zugängen Beat Zberg und Sven Montgomery aus der Schweiz sowie dem Italiener Marco Serpellini setzt das Team Gerolsteiner weiter auf die Frische der Jugend. So können sich die Nachwuchsfahrer, U-23-Weltmeister Markus Fothen und Thomas Ziegler, möglicherweise auf einen Einsatz bei den großen Rundfahrten durch Frankreich oder Italien gefasst machen.

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