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04.07.2004 - Charleroi (dpa) - Der Este Jaan Kirsipuu (Ag2R) hat die erste Etappe der Tour de France gewonnen. Er setzte sich im Massensprint gegen Robbie McEwen (Lotto Domo) und den norwegischen Meister Thor Hushovd (Credit Agricole) durch. Danilo Hondo vom deutschen Team Gerolsteiner belegte den vierten Rang.
In der Gesamtwertung führt weiter der Schweizer Fabian Cancellara (Fassa Bortolo). Der 23jährige verteidigte das beim Prolog errungene Gelbe Trikot auf den 202,5 Kilometer von Lüttich nach Charleroi - auch dank zweier Zeit-Bonifikationen. Daran konnte auch der insgesamt vierte Tour-Etappensieg Kirsipuus nichts ändern, der im Fotofinish Robbie McEwen (Australien) auf den zweiten Platz verwies. Danilo Hondo verpasste als Vierter die Zeitgutschriften, die ihn näher an das Gelbe Trikot gebracht hätten. «Ich hatte auf Petacchi spekuliert und war deshalb zu früh im Wind. Aber meine Leistung von heute lässt mich auf die nächsten Tage hoffen», meinte Hondo in Charleroi.
Jens Voigt, nach dem Prolog mit 11 Sekunden Rückstand auf Cancellara bester der 15 deutschen Tourstarter, machte seinem Ruf schon zum Auftakt alle Ehre. Der große Kämpfer aus Berlin hatte das Gelbe Trikot im Visier und war Mitglied einer fünfköpfigen Ausreißer-Gruppe, die sich kurz nach dem Start formiert hatte. Bei zum Teil heftigen Regen, der mit dafür sorgte, dass Mitfavorit Tyler Hamilton im Feld auf glattem Asphalt stürzte, scheiterte das Quintett allerdings 71 Km vor dem Ziel.
Voigt hatte sich am ersten Zwischensprint lediglich vier Sekunden Gutschrift holen können. Die beiden Ausreißer Jakob Piil (CSC) und Marc Wauters (Rabobank) hatten im Finale gegen den Fassa-Bortolo-Express Alessandro Petacchis genauso wenig Chancen. Allerdings blieb dem sieggewohnten Italiener nur Rang acht, einen Platz vor Erik Zabel (Unna).
Der Amerikaner Hamilton, der im Vorjahr mit einem angebrochenen Schlüsselbein Tour-Vierter wurde, blieb unverletzt. Auch Ex-Weltmeister Mario Cipollini (Italien), zum ersten Mal seit 1999 wieder Mitglied im erlauchten Tour-Feld, war ohne gravierende Folgen gestürzt. Der Parcours der 3. Etappe am Dienstag von Waterloo nach Wasquehal verspricht mit zwei Kopfsteinpflaster-Passagen noch unfallträchtiger zu werden.
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