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23.07.2004 - Annemasse (dpa) - Die Chancen, den mutmaßlich sechsfachen Toursieger Lance Armstrong auch im nächsten Jahr am Start der Frankreich-Rundfahrt zu sehen, liegen bei 50 Prozent. «Die Aussichten sind Fifty-Fifty», sagte der Schweizer Ex-Profi Jörg Müller, Sprecher im US-Postal-Team.
«Am Ende der Tour gebe ich meine Entscheidung bekannt», hatte der 32-jährige Texaner im Anschluss an seinen dritten Etappensieg in Serie in Le Grand Bornand erklärt. Vor der Tour hatte Armstrong nach dem Vertrags-Abschluss mit dem zukünftigen Team-Sponsor Discovery Channel angekündigt, auch bei der Tour 2005 an den Start zu gehen. Die in Paris erscheinende «Herald Tribune» spekulierte mit dem bevorstehenden Tour-Abschied Armstrongs.
«Er fährt auf jeden Fall noch Rennen, nur steht nicht fest, welche», sagte Müller. Die Aussichten, dass Armstrong Jan Ullrich als zukünftiger Tour-Konkurrent verloren geht, scheinen groß. «Vielleicht treffen sie sich im kommenden Jahr beim Giro d`Italia», meinte Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage.
Der in Scheidung lebende Armstrong, den die italienische Sportzeitung «Gazzetta dello Sport» als «Der Gelbe Kannibale» feierte, hatte zum Tour-Auftakt bereits seinen Start-Verzicht für die Olympischen Spiele in Athen verkündet. «Nach der Tour setze ich mich sofort ins Flugzeug, um nach Hause zu meinen Kindern zu kommen», hatte Armstrong erklärt. Gut möglich, dass es ein Abschied aus Frankreich für immer wird.
Spätestens nach der Zieldurchfahrt auf den Champs Elysees wird mit einer Erklärung Armstrongs zu seiner sportlichen Zukunft gerechnet. Ein seit Jahren angekündiger Angriff auf den Stunden-Weltrekord, mit dem er vor drei Jahren auch die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen italienischen Mediziner Michele Ferrari begründet hatte, könnte ein mögliches großes Ziel Armstrongs für das kommende Jahr sein.
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