Profi-Radsport

1000 Meter-Zeitfahren

Bronze für Stefan Nimke

02.08.2004 - Athen (dpa) - Bei Stefan Nimke hielt sich die Freude über Bronze in Grenzen, Robert Bartko kann gar nicht erst in den Medaillenkampf eingreifen. Zum Auftakt der olympischen Wettbewerbe im Velodrom von Athen erfüllten sich für die deutschen Bahnradfahrer nicht alle Wünsche.

Ex-Weltmeister Nimke hatte es zunächst immerhin besser gemacht als die enttäuschenden Straßenfahrer. Der 26-jährige Schweriner holte sich im 1000 Meter-Zeitfahren in 1:01,186 Minuten trotz etwas verschlafener erster Runde die Bronzemedaille.

Nimke, der in Sydney Silber geholte hatte, bescherte dem bisher in Athen nicht sehr verwöhnten Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nach Judith Arndt die zweite Medaille. Wirklich zufrieden war er aber nicht: «Die Farbe der Medaille entspricht nicht ganz meinen Wünschen, aber alle sind Super-Rennen gefahren und lagen unheimlich eng beieinander. Vielleicht kann ich die Reihenfolge in vier Jahren noch einmal umdrehen», sagte Nimke, der hofft, in Athen im Teamsprint noch einen Einsatz zu bekommen. Als zweiter deutscher Starter kam Carsten Bergemann aus Heidenau in 1:02,551 über Rang acht nicht hinaus.

500 Meter-Olympiasiegerin Anna Meares aus Australien stellte auf der schnellen Bahn des neu überdachten Velodroms in 33,995 Sekunden einen Weltrekord auf, die einzige BDR-Starterin Karin Meinke aus Cottbus war am Freitag auf Rang elf in 35,088 Sekunden chancenlos. Vize-Weltmeisterin Yonghua Jiang (China/34,112) gewann hinter Meares Silber. Bronze ging an Natalja Zilinskaja aus Weißrussland (34,167).

Der 28-jährige Bartko, der die Qualifikation in 4:18,991 Minuten als sechstbester Fahrer überstanden hatte, enttäuschte in der ersten Runde und fuhr nur 4:26,184. Der Potsdamer vom niederländischen Rabobank-Team, der im Mai in Melbourne für die einzige BDR-Medaille (Bronze) gesorgt hatte, lag nur nach der ersten Runde in Führung. Dann verließen ihn die Kräfte. Bartko gilt als Trumpf-As für den Bahnvierer.

Der zweite deutsche Starter, Christian Lademann aus Dortmund, war in der Qualifikation als Elfter mit 4:26,760 ausgeschieden. Der Brite Bradley Wiggins fuhr sowohl in der Qualifikation (olympischer Rekord mit 4:15,165) als auch in der ersten Runde Bestzeit.