Profi-Radsport

Wo sitzt Pevenage bei der Tour?

Ullrich: Hickhack um den Platz im Begleitfahrzeug

Von Pit Weber

16.11.2004 - Das Chaos bei T-Mobile geht offenbar ungebremst weiter. Wie ihre Fahrer in den Rennsätteln geben Manager und Betreuer des Teams im Kampf gegeneinander nur Vollgas...

„Jan hat mit der Teamleitung gesprochen, um mich wieder näher ans Team zu holen“, behauptet Ullrichs persönlicher Betreuer Rudy Pevenage in einer Vorveröffentlichung der „Sport Bild“ und hofft damit, dass er bei der Tour de France 2005 beim Zeitfahren wieder im Teamfahrzeug sitzen darf.

Noch bevor „Sport Bild“ (erscheint Mittwoch) in den Läden zu haben ist, lässt die „Gegenseite“ die Träume des Belgiers platzen. „Abgesprochen ist, dass er in der Vorbereitung bei den Zeitfahren im Teamwagen mitfahren darf, bei der Tour de France aber nicht“, weist T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer im Sport-Informations-Dienst (sid) Pevenage zurück.

Hintergrund ist immer noch Pevenages Streit mit T-Mobile-Teamchef Walter Godefroot, der seinem Landsmann die plötzliche Kündigung im Dezember 2002 und den Wechsel Coast nicht verzeiht.

Kummer weiter zum sid: „Wir versuchen unsere Kooperation zu intensivieren. Pevenage bleibt allerdings außerhalb des Teams.“

Wo so viele (Rache-)Gefühle die Arbeit beeinflussen, ist Erfolg nur schwer möglich. Erst recht nicht gegen einen zielgerichteten Leistungsroboter wie Armstrong!

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