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"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
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24.04.2005 - (sid/ra) - Danilo Di Luca muss sich bei der 91. Auflage des Frühjahrsklassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich warm anziehen. Vorjahressieger Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner und T-Mobile-Profi Matthias Kessler machen heute Jagd auf den Italiener. Rebellin ist dabei besonders motiviert. Der Italiener hatte im vergangenen Jahr binnen einer Woche beim Amstel Gold Race, dem Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne gewonnen, was nun auch Liquigas-Kapitän Di Luca am Sonntag gelingen könnte.
Rebellin hofft auf gutes Wetter
"Das ist mein Lieblingsrennen. Vielleicht klappt es wieder. Ich war schon bei den letzten Rennen immer nah dran", sagte Rebellin, der bei Di Lucas Triumphen Vierter im Amstel Race und dann Dritter beim Wallonischen Pfeil geworden war. Allerdings könnte das derzeit unbeständige Aprilwetter dem wetterfühligen Italiener einen Strich durch die Rechnung machen.
"Ich hoffe, dass es nicht wieder so kalt ist. Davide ist gut drauf. Er hat bislang nichts verkehrt gemacht, und seine Form geht konstant nach oben", sagte der Gerolsteiner-Teamleiter Christian Henn, der den anspruchsvollen Kurs aus seiner aktiven Zeit kennt: "Das Rennen ist sicherlich eines der schwersten, weil die Berge schwieriger und länger sind als bei anderen Klassikern".
"Mich haben alle auf der Rechnung"
Den 260 Kilometern zwischen dem Start in Saint Lambert im Zentrum von Lüttich und dem Ziel in Ans sieht Di Luca mit gemischten Gefühlen entgegen. "Den Pfeil zu gewinnen, war schwerer als das Amstel Race. Am Sonntag wird es noch eine Stufe schwerer, denn alle haben mich auf der Rechnung", sagte der 29-Jährige, der als einziger Profi schon drei von bislang neun Rennen der neuen ProTour-Serie gewinnen konnte.
Den Durchbruch nach bisher tristen Saisonresultaten will das T-Mobile-Team beim zehnten ProTour-Rennen schaffen. "Alexander Winokurow und Matthias Kessler kommen immer besser in Form. Sie haben alle Voraussetzungen, am Sonntag mit um den Sieg zu kämpfen", sagt Sportdirektor Mario Kummer.
Winokurow nutzt Klassiker als Vorbereitung für die Tour
Während der im vergangenen Jahr drittplatzierte Winokurow den ältesten Klassiker eher als Formaufbau für die Tour de France sieht, tritt Kessler hoch motiviert an. "Es geht ständig hoch und runter. Du musst höllisch aufpassen, um nicht an einem der scharfen und oft ganz schön langen Anstiege abgehängt zu werden", sagt der in der Schweiz lebende Franke.
In Lauerstellung geht Kesslers Teamkollege Steffen Wesemann auf den kräftezehrenden Kurs, dessen Streckenprofil mit zwölf Bergwertungen der Schneidefläche eines Sägeblatts ähnelt. "Ich habe mir vorgenommen, ein gutes Rennen zu fahren und für das Team das Beste herauszuholen. Ich habe lediglich eine Außenseiterchance. Aber wenn sich mir diese bietet, will ich sie nutzen", sagt der bei seinen Saisonstarts in Belgien glücklose "Wese".
Insgesamt gehen elf deutsche Profis bei dem seit 1892 gefahrenen Rennen auf die Reise. Gute Aussichten, sich als dritter Deutscher nach Herman Buse (1930) und Dietrich Thurau (1979) in die Siegerliste einzutragen, hat Patrik Sinkewitz vom belgischen Quickstep-Team. Der Fuldaer war schon beim Amstel Race und dem Fleche Wallonne mit "Top 10"-Platzierungen bester Deutscher.
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