Di Luca triumphiert erneut und schlüpft in Rosa

12.05.2005  |  (sid) - Danilo Di Luca drückt der 88. Auflage des Giro d´Italia immer mehr seinen Stempel auf. Auf der fünften Etappe der Fernfahrt feierte der italienische Lokalmatador seinen zweiten Tageserfolg und eroberte damit zusätzlich die Führung in der Gesamtwertung. Der 29-Jährige vom Team Liquigas setzte sich auf dem mit 223km längsten Teilstück der diesjährigen Italien-Rundfahrt vor seinem Landsmann Marzio Bruseghin und dem Kolumbianer Mauricio Ardila Cano durch. Bei der Fahrt durch die Abruzzen von Celano nach L´Aquila konnte sich kein deutscher Fahrer unter den "Top 10" platzieren.

Eine Attacke des Nürnbergers Matthias Kessler (T-Mobile) auf dem letzten Kilometer wurde 400m vor dem Zielstrich von Di Lucas energischem Nachsetzen zunichte gemacht. "Der Angriff kam leider etwas zu früh, aber Matthias hat sich gut gefühlt und wollte etwas probieren. Leider hatte er bei seiner Attacke keinen Verbündeten", erklärte Valerio Piva vom Magenta-Team.

Bettini mit drei Sekunden Rückstand Gesamt-Zweiter

In der Gesamtwertung führt Di Luca nun drei Sekunden vor Olympiasieger Paolo Bettini (Italien), der lange Zeit mit einer Ausreißergruppe an der Spitze des Rennens gelegen hatte. "Es läuft großartig, das könnte mein Giro werden", erklärte Di Luca im Ziel freudestrahlend.

Bester Deutscher im Gesamtklassement ist Gerolsteiner-Fahrer Markus Fothen (Kaarst) auf Platz 16. "Markus hat sich erneut keine Blöße gegeben und im Kampf mit den besten Fahrern dieser Rundfahrt wieder sehr gut mitgehalten", freute sich sein sportlicher Leiter Christian Henn.

Erst 4km vor dem Ziel war eine Ausreißergruppe eingeholt worden, die 175km lang an der Spitze gelegen hatte. Die zwischenzeitlich bis zu 21 Fahrer um Bettini, hatten einen maximalen Vorsprung von neun Minuten herausfahren können. Am Ende blieb ihre Flucht aber durch die konsequente Verfolgungsarbeit der Mannschaften von Bettinis Gegnern im Kampf um das Rosa Trikot erfolglos.

Garcia nach Sturz ins Krankenhaus

Sturzpech hatte der Italiener Daniele Nardello vom T-Mobile Team, der rund 10km vor dem Ziel zu Fall kam. Während der 32-Jährige das Rennen jedoch fortsetzen konnte, musste der ebenfalls gestürzte Spanier David Lopez Garcia mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. "Daniele hat zum Glück nur Schürfwunden, er wird den Giro weiterfahren können", sagte Piva.

Ebenso wie die fünfte bietet auch die sechste Etappe am Freitag angesichts ihres welligen Profils wieder gute Möglichkeiten zum Attackieren. Das 153km lange Teilstück mit einer Bergwertung der zweiten Kategorie führt von Viterbo an den Rand der Toskana nach Marina di Grosseto.

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