Profi-Radsport

Katalonien-Rundfahrt

Ullrich und T-Mobile holen Ausreißer zurück

17.05.2005 - (sid/Ra) - Jan Ullrich ist auf der zweiten Etappe der Katalonien-Rundfahrt mit dem Hauptfeld ins Ziel gekommen. Auf dem Teilstück mit drei Bergen der zweiten Kategorie beteiligte sich der T-Mobile-Kapitän nicht am Massensprint. Es siegte der Italiener Enrico Gasparotto.

Einen Tag nach dem guten dritten Platz im Mannschaftszeitfahren hielt sich der Star des T-Mobile-Teams auf dem 186,8km langen Teilstück mit Start und Ziel in Cambrils aus dem Sprint heraus, den der italienische Neuprofi Enrico Gasparotto vor dem Schweizer David Loosli und Thor Hushovd aus Norwegen für sich entschied. Die Gesamtführung behielt der Spanier Miguel Angel Martin Perdiguero als Kapitän des Schweizer Phonak-Teams. Jan Ullrich rangiert 15 Sekunden zurück auf Rang 14.

"Wir sind sehr zufrieden"

"Wir sind sehr zufrieden. Jan hat hier schließlich überhaupt keine Aufgaben, außer sich selbst zu testen. Wir werden dann ja sehen, wie weit es in den kommenden Tagen nach vorne gehen kann", meinte T-Mobile-Sportchef Mario Kummer.

Alle drei Anstiege der zweiten Kategorie wurden ohne Probleme gemeistert, obwohl zwischenzeitlich bei Regen und nur 13 Grad nicht gerade "Ullrich-Wetter" herrschte: "Am letzten haben wir sogar die Initiative übernommen und ein Loch von drei Minuten zu einigen Ausreißern zugefahren. Es war aus meiner Sicht eine gute Vorstellung der gesamten Truppe", berichtete Kummer.

"Wir wollten nichts riskieren"

Im Finale hielt sich die Magenta-Truppe komplett zurück: "Wir wollten nichts riskieren", meinte der Teamchef. "Zumal wir hier keinen Sprinter dabei haben. Aber unterwegs haben wir schon mal gesehen, was für uns möglich ist."

Die Österreicher vom Team Gerolsteiner kämpften im Finale um den Sieg mit. Peter Wrolich wurde Sechster und René Haselbacher Neunter. In der Gesamtwertung setzen die Himmelblauen auf einen vorderen Platz im Gesamtklassement durch den Italiener Davide Rebellin, der in der Gesamtwertung mit 19 Sekunden Rückstand Platz 44 belegt.

Die Spitzenränge hat Jan Ullrich ab Donnerstag im Visier, wenn die 237,7 km lange Königsetappe in den Pyrenäen ansteht und einen Tag später das Bergzeitfahren hinauf nach Andorra-Arcalis. Die dritte Etappe am Mittwoch führt auf 157,8 km von Salou nach Granada über weitgehend flaches Terrain.

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