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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel (Milram) nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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18.05.2005 - (sid) - Auf der dritten Etappe der Katalonien-Rundfahrt konnte Radprofi Jan Ullrich vor den am Donnerstag beginnenden Pyrenäen-Abschnitten Kraft sparen und "prima ganz locker mitrollen". Sieger nach 157,8km von Salou nach Granada wurde Lokalmatador Pedro Horrillo (Rabobank), der sich einen Kilometer vor dem Ziel leicht absetzen konnte. Den Sprint des Hauptfeldes mit Ullrich gewann der Norweger Thor Hushovd, Spitzenreiter blieb der Spanier Miguel Angel Martin Perdiguero (Phonak).
"Da kann man sich nicht verstecken"
"Da muss man durch, da kann man sich nicht verstecken", meinte Jan Ullrich im Blick auf die kommenden zwei Großkampftage. Am Donnerstag liegt das Ziel auf dem 1865 Meter hohen Pal Arinsal in Andorra, am Freitag folgt das Bergzeitfahren hinauf nach Arcalis (2200m) - jenem historischen Gipfel, an dem er 1997 erstmals ins Gelbe Trikot bei der Tour de France fuhr: "Natürlich komme ich immer wieder gern hierher zurück", meinte der T-Mobile-Kapitän.
Der 31-Jährige sieht den beiden Tagen der Wahrheit mit Zuversicht entgegen: "Bisher fühle ich mich sehr wohl. Ich werde noch nicht ganz vorne landen, aber ich will beide Male gut hochkommen." Noch ist es zu früh, um an die Reserven zu gehen, schließlich sind es noch sechs Wochen bis zum Start der Frankreich-Rundfahrt (2.-24. Juli). "Ich bin reifer geworden und habe dazu gelernt", sagte er.
Kummer: "Habe Jan noch nie so konzentriert erlebt"
Mario Kummer, sportlicher Leiter vom Team T-Mobile, zeigt sich jedenfalls beeindruckt: "Ich habe Jan noch nie so hoch konzentriert erlebt. Er ist auf einem guten Weg. Warten wir ab, was die nächsten Tage bringen."
Aus Sicht seiner engeren Umgebung präsentiert sich Ullrich so ausgeglichen wie lange nicht mehr. Selbst Fragen zur Trennung von seiner Lebensgefährtin Gaby bringen ihn kaum aus dem Gleichgewicht: "Ich bin erleichtert, dass es heraus ist und damit der Druck weg ist. Ich kann mich jetzt ganz auf das eine große Ziel Tour de France konzentrieren."
Tour de Suisse als nächster Härtetest
Nach dem Finale der Katalonien-Rundfahrt geht es wieder ins Training in die Toskana. Der nächste Härtetest folgt bei der Tour de Suisse (11.-19. Juni), dazwischen ist der Start beim Schwarzwald Grand Prix (4. Juni) vorgesehen. Sein großer Rivale Lance Armstrong will die letzte Phase der Vorbereitung bei der Dauphine Libere (5. bis 11. Juni) beginnen. Der Amerikaner trainiert wieder in seinem spanischen Domizil Gerona. Am Dienstag hatte er sein Team Discovery Channel am Giro-Ruhetag in Ravenna besucht.
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