Profi-Radsport

Giro d´Italia

Parra siegt! Fothen so stark wie Savoldelli

22.05.2005 - (sid) - Ein Kolumbianer erweist sich beim Giro d'Italia als der wahre Bergkönig, während sich Italiens große Sieghoffnung endgültig von allen Ambitionen verabschieden muss. Ivan Basso hat den Kampf um den Giro-Sieg auf dem "Dach" der Italien-Rundfahrt verloren. Im Verlauf der "Königsetappe" erlebte der italienische Kapitän der dänischen CSC-Mannschaft beim Anstieg zum 2758m hohen Stilfserjoch einen schweren Einbruch und büßte auf den 210km zwischen Neumarkt in Südtirol und Livigno mehr als 40 Minuten auf die besten Fahrer ein. Den Tagessieg holte sich der Kolumbianer Ivan Parra, der am Samstag auch schon die 13. Etappe gewonnen hatte.

Savoldelli behauptet Führung in Gesamtwertung

Die Führung in der Gesamtwertung behauptete Ex-T-Mobile-Fahrer Paolo Savoldelli (Italien), der inzwischen für Lance Armstrongs Team Discovery Channel fährt. Der Giro-Sieger von 2002 erreichte das Ziel in einer ersten Verfolgergruppe, in der sich auch Youngster Markus Fothen (Kaarst) vom Team Gerolsteiner befand. "Markus fährt einen ganz starken Giro, seine Leistung kann man nicht hoch genug einschätzen", erklärte Christian Henn als sportlicher Leiter des Teams. In der Gesamtwertung belegt Fothen Rang elf mit 6:51 Minuten Rückstand.

Einen Tag zuvor hatte Matthias Kessler vom T-Mobile-Team glänzen können. Der Franke mit Wohnsitz in der Schweiz erreichte nach 218km als Sechster die Bergankunft in St. Ulrich und verlor auf dem schweren Teilstück nur 2:55 Minuten auf Parra. Der verwies den Spanier Juan Manuel Garate und Jose Rujano Guillen aus Venezuela auf die Plätze zwei und drei.

Als Etappen-Neunter hatte Savoldelli das Rosa Trikot von Basso übernommen, der sich schon auf dem 13. Teilstück 5:08 Minuten Rückstand eingehandelt hatte. Sogar Fothen hatte sich als 20. (4:59 Minuten zurück) noch knapp vor dem Dritten der letztjährigen Tour de France platzieren können.

Am Montag führt die Italien-Rundfahrt wieder in flachere Gefilde. Über 205km geht es vom 1835m hoch gelegenen Livigno 1650 Höhenmeter hinab nach Lissone. Am Dienstag steht dann der zweite Ruhetag auf dem Programm.

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