Profi-Radsport

Keirin

Wolff stürmt in Japan auf Platz zwei

27.05.2005 - (sid) - Die Reise nach Japan hat sich für Rene Wolff gelohnt: Der Sprint-Weltmeister hat beim großen Finale der traditionellen Frühjahrsserie im Keirin in Japan Platz zwei belegt. Insgesamt hatte der 27-Jährige aus Erfurt seit einem Monat fünf Wettkämpfe über jeweils drei Tage im so genannten Kampfsprint bestritten und war bei jeder Serie bis ins Finale vorgedrungen.

"Natürlich will man als Weltmeister ganz vorn sein, doch angesichts der Konstellation in den Vorläufen und in den Halbfinals kann ich mit diesen Resultaten ganz zufrieden sein. Immerhin musste ich mich als Gast stets gegen acht einheimische Fahrer durchsetzen, die sich natürlich alle gegen mich verbündet hatten", erklärte der Thüringer.

Wolff: "Wie unter Quarantäne"

Bei der Rennserie im Mutterland des Keirinsports, wo pro Lauf jeweils neun Radsportler um den Sieg sprinten und die Zuschauer bei jedem Rennen auf Sieger und Platzierte wetten können wie hierzulande bei Pferderennen, war der Olympia-Dritte nach 2003 zum zweiten Mal als Gaststarter eingeladen wie acht weitere prominente ausländische Starter.

"An den Wettkampftagen ist man komplett von der Außenwelt abgeschirmt, um jede Art von Manipulation von vornherein auszuschließen. Handy oder Laptop müssen abgegeben werden. Man ist da wie unter Quarantäne", berichtet Wolff von seinen Wettkämpfen in Tokio, Matsudo, Nara und Iwaki. Prämien an die Rennfahrer werden beim japanischen Nationalsport stets bar ausgezahlt und so lange in der Sporttasche verstaut, bis die Serie vorüber ist und es die Möglichkeit gibt, Einzahlungen auf einer Bank vorzunehmen.

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