69. Tour de Suisse

Ullrich nach McEwens Sieg weiter in Gelb

14.06.2005  |  (sid) - Weiterhin in Gelb fährt Jan Ullrich bei der Tour de Suisse: Auf der vierten Etappe reichte dem letztjährigen Gesamtsieger beim Tageserfolg des Australiers Robbie McEwen ein Platz im Hauptfeld. McEwen entschied das längste der insgesamt neun Teilstücke nach 208,2km zwischen Liechtensteins Hauptstadt Vaduz und Bad Zurzach nahe der deutschen Grenze im Spurt des Hauptfeldes vor dem Italiener Daniele Colli und Aurelien Clerc aus der Schweiz für sich. Auf den Plätzen sieben und acht war das Team Gerolsteiner mit Rene Haselbacher (Österreich) und Fabian Wegmann (Freiburg) in den "Top 10" vertreten. Das T-Mobile-Team hielt sich im Finale zurück.

"Es war heute ein Tag der Sprinter. Wir haben niemanden fahren lassen. Einen Massenspurt am Ende hatte ich mir gewünscht", meinte Ullrich."Wir sind taktisch gut gefahren. Am Anfang haben wir die Gruppe zusammengehalten, am Ende haben die Sprintteams die Arbeit gemacht", sagte T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer.

Ausreißversuche von Voigt und Wesemann

Geprägt wurde die längste der insgesamt neun Etappen von Beginn an durch hektische Attacken. Gleich nach dem Start hatten zahlreiche Fahrer ihr Glück versucht. Doch weder ein Fluchttrio um den Berliner Ausreißer-König Jens Voigt (CSC), noch eine Gruppe um den in der Schweiz lebenden T-Mobile-Profi Steffen Wesemann ließ das Peloton ziehen.

Ein erfolgreicher Vorstoß bei Kilometer 66 gelang schließlich einem Trio mit dem Belgier Bart Dockx (Lotto), Allan Johansen (CSC) aus Dänemark und dem Italiener Lorenzo Bernucchi (Fassa Bortolo), wobei keiner der Ausreißer eine Gefahr für das Gelbe Trikot darstellte. Erst als ihr Vorsprung rund 60km vor dem Ziel am südlichen Ausläufer des Schwarzwaldes 7:30 Minuten betrug, reagierten die Favoriten im Feld.

Bei der Tempo-Arbeit wechselten sich die Akteure vom Bonner T-Mobile-Team und die belgische Quickstep-Mannschaft um Sprint-Ass Tom Boonen ab. Die Aufholjagd verlief erfolgreich, vier Kilometer vor dem Ziel war auch der letzte Ausreißer nach 132km langer Flucht gestellt.

Team Gerolsteiner hielt sich zurück

Keine Ambition an der Tempoverschärfung hatte es beim Team Gerolsteiner gegeben. "Wir fahren hier nicht auf Tagessiege, sondern aufs Klassement. Deshalb haben wir uns zurückgehalten", sagte Teamchef Hans-Michael Holczer.

Am Mittwoch steht eine erneute Flachetappe - erschwert durch einige wellige Passagen - auf dem Programm. Auf den 172,4km zwischen Bad Zurzach und Altdorf warten wieder drei Bergwertungen der dritten Kategorie auf die Tour-Karawane.

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