Zitat der Woche:
"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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26.07.2005 - (sid) - Zwei Tage nach seinem Prestige-Erfolg auf den Champs Elysées in Paris hat der Tour-Fünfte Alexander Winokurow seinen neuen Arbeitgeber präsentiert. Zum Ende der Saison wechselt der Kasache von T-Mobile zum spanischen Team Liberty Seguros. Der 31-Jährige wird dort neuer Kapitän des Ansbachers Jörg Jaksche und dürfte bei der Frankreich-Rundfahrt 2006 einer der größten Rivalen von Jan Ullrich sein.
Ziel lautet "Toursieg"
"Mein Ziel ist klar: Ich will die Tour de France gewinnen. Ich habe mir noch zwei Jahre dafür gegeben, und bei Liberty sehe ich dafür die besten Chancen", sagte der Kasache in einem Interview mit L'Equipe. "Jan bleibt mein Freund. Aber es ist mir klar geworden, dass die Sache mit der Doppelspitze nicht aufgeht. Ich werde nun alleiniger Kapitän sein, und das ist das, was ich wollte."
Auch Jaksche freute sich: "Das ist eine gute Nachricht, Wino wird zusätzlichen Schwung in unsere Truppe bringen", meinte der Deutsche, der bei der Tour als bester Liberty-Fahrer auf Platz 16 gekommen war. "Ich habe keine Probleme damit, für ihn zu arbeiten. Im Gegenteil, denn das ist eine große Chance für unsere ganze Mannschaft."
Ludwig: "Einen Winokurow kann man nicht vollwertig ersetzen"
Für T-Mobile ist es ein Verlust, der durch den Wechsel zu einem Spitzenteam noch mehr schmerzt: "Einen Winokurow kann man nicht vollwertig ersetzen", bekannte der künftige Teamchef Olaf Ludwig. Als neue Ullrich-Helfer für 2006 wurden bislang Patrik Sinkewitz (Fulda), Sieger der Deutschlandtour 2004, und Australiens Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers verpflichtet. Beide verlassen das belgische Quickstep-Team.
Liberty-Teamchef Manolo Saiz sicherte Winokurow die alleinige Führungsposition bei der Tour 2006 zu, nachdem die spanischen Asse auch in diesem Jahr die Erwartungen nicht erfüllen konnten. "Seine Angriffslust und Moral werden die ganze Mannschaft beflügeln", sagte Saiz, der als einer der besten sportlichen Leiter gilt.
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