Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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31.07.2005 - (sid) - Jan Ullrich als Trumpf-Ass, Erik Zabel als Joker: Deutschlands erfolgreichste Radprofis der letzten zehn Jahre wollen bei der ProTour-Premiere in Hamburg für einen Heimsieg sorgen. "Ich hoffe, dass ich acht Jahre nach meinem ersten Erfolg wieder mal ganz oben stehen kann", sagt Ullrich vor dem Start der 10. Cyclassics, die heute (11.00 Uhr/live auf N3 und ab 16.00 Uhr in der ARD) über 253km durch das Umland und die City der Hansestadt führen.
Eine Woche nach seinem dritten Rang bei der Tour de France kehrt Ullrich selbstbewusst in seine alte Wahlheimat an der Elbe zurück. "Nach der Tour war meine Form in den letzten Jahren immer sehr gut - mal sehen, ob ich davon profitieren kann", erklärt der T-Mobile-Kapitän. Am Donnerstag fuhr der 31-Jährige seinen zweiten Saisonsieg beim Kriterium in Mayrhofen/Tirol ein, am Freitagabend war er bei der "Nacht von Hannover" am Start.
Cyclassics für Ullrich "etwas ganz Besonderes"
1997 trug sich Ullrich als damaliger Gewinner der Frankreich-Rundfahrt zum bislang einzigen Mal auch in die Hamburger Siegerliste ein. Ein Jahr später wurden die Cyclassics in den Weltcup aufgenommen, der seit diesem Jahr durch die neue Profiserie des Weltverbandes UCI ersetzt wird. Für den Amateurweltmeister von 1993, der zwischen 1992 und 1995 für die Radgemeinschaft Hamburg fuhr, geht es aber weniger um ProTour-Punkte: "Ich komme immer gerne nach Hamburg, wo ich noch viele Freunde habe. Deshalb ist ein Sieg hier immer etwas ganz Besonderes."
Das durfte auch Zabel schon erfahren. 2001 gewann der Sprinter aus Unna den Massenspurt auf der Mönckebergstraße. In diesem Jahr gehörte der 35-Jährige erstmals seit elf Jahren nicht zum Tour-Aufgebot des Bonner Rennstalls. "Wenn es zum Massensprint kommt, haben wir Erik in der Hinterhand. Er hat sich in den vergangenen Wochen intensiv vorbereitet", sagt T-Mobile-Teamchef Olaf Ludwig.
Waseberg in Blankenese als Scharfrichter - Gerolsteiner setzt auf Rebellin
In den vergangenen Jahren fiel die Vorentscheidung oft am Waseberg in Blankenese, wo sich immer wieder Ausreißergruppen absetzen konnten. Deshalb setzt Ludwig vor allem auf die Karte Ullrich: "Wenn dort wieder eine Gruppe geht, sehe ich gute Chancen, dass Jan dabei ist."
Beim zweiten deutschen ProTour-Team Gerolsteiner setzt man auf Klassiker-Spezialist Davide Rebellin (Italien), der in den vergangenen drei Jahren Sechster (2004), Zweiter (2003) und Dritter (2002) in Hamburg war. "Die Mannschaft soll natürlich für Davide fahren, er ist sehr gut in Form", sagt Gerolsteiner-Sportchef Christian Henn. In einem möglichen Sprintfinale sollen der Österreicher Rene Haselbacher und der Schweizer Markus Zberg mitmischen.
O´Grady, Hushovd und Bettini weitere Favoriten
Zu den Favoriten beim 18. ProTour-Rennen der Saison gehören zudem Vorjahressieger Stuart O´Grady (Australien), der Sieger von 2003, Paolo Bettini (Italien), und Sprintspezialist Thor Hushovd (Norwegen), der als Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour anreist. Ebenfalls am Start ist der Italiener Danilo Di Luca, der seine Führung in der ProTour-Wertung verteidigen will.
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