Profi-Radsport

Armstrong beteuerte seine Unschuld

UCI will "Fall Armstrong" in zehn Tagen beurteilen

29.08.2005 - (sid) - In den nächsten zehn Tagen will der Radsport-Weltverband (UCI) eine Beurteilung zu den Dopingvorwürfen gegen Lance Armstrong abgeben. Das teilte die UCI am Montag mit. Gleichzeitig bedauerte der Weltverband, dass die Ergebnisse der Proben entgegen der Verschwiegenheitspflicht des Labors an die Öffentlichkeit geraten sind.

Wie die französische Sporttageszeitung L'Equipe am 24. August enthüllt hatte, war in sechs eingefrorenen Urinproben von Armstrong während der Tour 1999 das Blutdopingmittel Epo nachgewiesen worden. Die Tests in dem französischen Labor in Chatenay-Malabry bei Paris seien 2004 ausgewertet worden. Zur Zeit der Probeentnahme Ende der 1990er Jahre war die Nachweismethode für Epo noch nicht ausgereift, das Mittel jedoch bereits weit verbreitet.

Armstrong beteuerte seine Unschuld

Armstrong hatte in den vergangenen Tagen seine Unschuld beteuert und schwere Anschuldigungen gegen das Doping-Labor erhoben. In wieweit der inzwischen zurückgetretene Texaner überhaupt noch bestraft werden kann, ist fraglich. Die Ergebnisse stammen allesamt aus den B-Proben, die A-Proben wurden bereits vernichtet.

Neben den Proben von Armstrong sollen noch sechs weitere Urinentnahmen das Dopingmittel Epo enthalten haben. Das hatte die L'Equipe ferner verlauten lassen, ohne die Namen der Fahrer zu nennen.

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