Tour-Proben sollen doch nicht vernichtet werden

16.11.2000  | 

Paris/Berlin (dpa) - Die 91 eingefrorenen Urin-Proben aus Doping-Kontrollen der vergangenen Tour de France sollen nun doch nicht vernichtet werden. Das kündigte Hein Verbruggen (Niederlande), der Präsident des Internationalen Radsport-Verbandes UCI, in dessen Besitz die Proben sind, in Oslo beim Kongress der Welt-Antidoping- Agentur (WADA) an.

Die französische Sportministerin Marie-George Buffet, auf deren Initiative 1998 staatliche Stellen in Frankreich in den Doping-Kampf bei der Tour de France eingriffen, begrüßte den beabsichtigten Schritt. Juristisch sei jetzt vor allem zu klären, wer der Eigentümer der Proben ist. Dazu soll auch eine Zusammenkunft Anfang Dezember in Paris mit Vertretern des Ministeriums, der UCI und Fahrer-Vertretern dienen.

Die Proben sollten nach der Tour im darauf spezialisierten Institut in Chatenay-Malabry bei Paris auf Spuren des als Blut- Doping-Mittel verwendeten Hormons EPO untersucht werden. Die dort entwickelte Methode dürfte aber erst in rund sechs Monaten vom IOC anerkannt und damit offiziell praktikabel sein. Nur die UCI kennt die Namen der Fahrer, deren Proben eingefroren wurden. Die Ampullen tragen nur Zahlen als Kennzeichnung.

Nach jeder Tour-Etappe müssen der Tagessieger, der Träger des Gelben Trikots sowie zwei geloste Fahrer zur obligatorischen Doping- Kontrolle. Nach diesem Modus sollen bei der vergangenen Tour vom Team Telekom nur Erik Zabel (Unna/Etappensieger) und Udo Bölts (Heltersberg) getestet worden sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht.

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