Profi-Radsport

ProTour-Streit

Teams lassen sich auch mit Geld nicht locken

19.01.2006 - (sid) - Die Tour de France, der Giro d'Italia und die Vuelta, die aus der ProTour des Radsport-Weltverbandes UCI im vergangenen Jahr ausgestiegen sind, könnten schon bald wieder dort aufgenommen werden. Bei einem Meeting der 20 Profi-Teams in Genf betonte Gerolsteiner-Teamchef Michael Holczer, dass die Rennställe "mit der großen Entschlossenheit, uns nicht auseinander dividieren zu lassen", den drei großen Rundfahrten ihre Bereitschaft zum Kompromiss signalisierten. Für Anfang Februar sollen die "Rebellen" an einen runden Tisch geladen werden.

"Grand Tour" kein Thema

In Genf hatten die Teams und ihre Sponsoren den Schulterschluss demonstriert. "Es bleibt dabei, dass keine ProTour-Mannschaft von einer großen Rundfahrt ausgeschlossen werden darf", fasste Holczer die zweitägige Tagung zusammen. In eine eigene Rundfahrt-Serie außerhalb der UCI ("Grand Tour") werde man sich auch nicht durch das in Aussicht gestellte Preisgeld von zwei Millionen Euro locken lassen: "Diese Haltung war sehr geschlossen."

Von einer Boykottdrohung der Rundfahrten sei, so Holczer, aber auch nicht die Rede gewesen: "Niemand will die Konfrontation, sondern im Interesse aller den Kompromiss." Unter den 20 Teams sei im Premierenjahr ein Gemeinschaftsgefühl gewachsen, das sich jetzt auszahle: "Alle haben gemerkt, dass durch die ProTour die Struktur des Radsports gestärkt worden ist."

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