Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel (Milram) nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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20.02.2006 - (sid) - Jan Ullrich hat die zweite Phase seiner Saisonvorbereitung beendet. Deutschlands Radsport-Idol kehrte am Montag nach drei Wochen intensiver Trainingsarbeit in der Sonne Südafrikas in seine Schweizer Wahlheimat zurück. Der Tour-Sieger von 1997 strotzt nach dem kurzfristig eingeschobenen Trip zum Kap vor Selbstbewusstsein.
"Ich habe mit Andreas Klöden, Matthias Kessler und Giuseppe Guerini optimal trainieren können. Wir sind bis zu sechseinhalb Stunden täglich gefahren. Ich bin sicher schon etwas weiter als im letzten Jahr. Wo ich aber genau stehe, weiß ich erst nach meinen ersten Einsätzen", teilt Ullrich auf seiner Homepage mit. Der Rostocker lässt allerdings offen, wann er sein erstes Rennen bestreitet: "Darüber werde ich Mitte März entscheiden. Nächste Woche setzte ich meine Vorbereitung in der Toskana fort".
Ullrichs Konkurrenten bestreiten die ersten Rennen
Sein potenzieller Tour-Rivale Ivan Basso vom dänischen CSC-Team hat da schon konkretere Pläne. Der letztjährige "Kronprinz" der Tour hinter Seriensieger Lance Armstrong steigt bei der am 8. März beginnenden Fernfahrt Tirreno-Adriatico in Italien in die Saison ein. Auch Ullrichs früherer T-Mobile-Teamkollege Alexander Winokurow hat sich entschieden. Der Kasache geht für seinen neuen Rennstall Liberty Seguros erstmals am 5. März beim Etappenrennen Paris-Nizza an den Start.
Die Planungen der Konkurrenz beunruhigen Ullrichs Teamleiter Rudy Pevenage nicht. "Jan befindet sich momentan absolut im Grünen Bereich. Er hat seine Trainingsumfänge am Kap im Vergleich zu dem Aufenthalt in Mallorca deutlich gesteigert. Manchmal habe ich ihn in seinem Eifer sogar etwas bremsen müssen", erklärt der Ullrich-Intimus auf der T-Mobile-Internetseite.
"Jans Form wird von Tag zu Tag besser"
Pevenage sieht seinen Schützling auf dem richtigen Weg und ließ in Südafrika wie schon auf Mallorca in Dreierblöcken - drei Tage intensives Training, ein Ruhetag - arbeiten. "Wir sind im Zeitplan. Jans Form wird von Tag zu Tag besser", sagt Pevenage.
Für den Belgier hatte im Dezember und Januar die Verbesserung der Grundlagenausdauer im Vordergrund gestanden, am Kap richtete er nun das Hauptaugenmerk auf den Kraftaufbau. Hinsichtlich des ersten Rennens für Ullrich stellt Pevenage die Voraussetzung klar: "Wenn Jan startet, soll er nicht nur mitrollen".
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