Tour-Proben sollen Armstrongs Unschuld beweisen

03.12.2000  | 

New York (dpa) - Die bei der vergangenen Tour de France eingefrorenen Doping-Proben können die Unschuld des zweifachen Tour-Siegers Lance Armstrong (USA), gegen den die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt, beweisen. Diese Ansicht vertrat in New York Bill Stapleton, der Manager des Texaners, der inzwischen mit dem Vorbereitungsprogramm auf die kommende Saison in seiner Heimatstadt Austin/Texas begann.

Die französische Sportministerin Marie-George Buffet hatte die 93 eingefrorenen Urin-Proben, die sich im Besitz des Internationalen Radsport-Verbandes UCI befanden, beschlagnahmt. In einer nachträglichen Analyse könnte der eventuelle Gebrauch des Blut- Doping-Mittels EPO nachgewiesen werden. Armstrong dementiert nach wie vor vehement den Gebrauch von Doping-Präparaten.

Das Armstrong-Team US Postal, dessen Mitglied Kevin Livingston (USA) in der kommenden Saison bei Telekom fährt, steht unter Doping- Verdacht. Ein französisches Fernseh-Team hatte während der vergangenen Tour Behälter sichergestellt, die dem amerikanischen Team zugeordnet wurden. Darin sollen sich unter anderem Reste des in Norwegen hergestellten Präparats «Actovegin» befinden, das ähnlich wie EPO wirken soll. Allerdings steht das bisher wenig bekannte «Actovegin» nicht auf der Dopingliste.

«Das ist eine große Chance, dass sich Lance und die Mannschaft rein waschen», erklärte Stapleton, nachdem bekannt geworden war, dass die Tour-Proben nicht wie ursprünglich einmal geplant vernichtet werden.

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