Profi-Radsport

Tour de Romandie

Evans siegt! Jaksche Vierter, Ullrich okay

30.04.2006 - (sid) - Der Sieger der 60. Tour de Romandie heißt Cadel Evans. Im abschließenden Einzelzeitfahren fuhr der Australier in Lausanne über 20,4km in 26:19 Minuten die schnellste Zeit und sicherte sich damit auch den Gesamtsieg. Im Schlussklassement hatte der ehemalige T-Mobile-Profi 27 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Alberto Contador.

Der Ansbacher Jörg Jaksche überzeugte auch am Schlusstag und belegte mit 50 Sekunden Rückstand den sechsten Platz im Kampf gegen die Uhr. Damit beendete der Fahrer vom Team Liberty Seguros die Rundfahrt auf dem vierten Platz.

T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich benötigte für den abschließenden Kampf gegen knapp zweieinhalb Minuten länger. Der 32-Jährige hatte mit dem Gesamtsieg ohnehin nichts zu tun, nach 653 Kilometern mit zehn Bergprüfungen hatte Ullrich am Ende einen Rückstand von 49:59 Minuten.

Ullrichs Knie hält

"Das ist ein großer Erfolg für mich, dass ich hier durchgekommen bin. Das Knie hat gehalten, ich fahre nun mit Mut zum Giro, um dort meine Form weiter aufzubauen und zu verbessern", sagte der T-Mobile-Kapitän nach dem Ende der Rundfahrt, die er mit knapp 50 Minuten Rückstand im Schlussklassement beendete.

Zehn Bergprüfungen mit insgesamt fast 8000 Höhenmetern hatte Ullrich in den zurückliegenden sechs Tagen absolviert und dabei seinem Trainingsrückstand Tribut zollen müssen. "Das war ein schweres Rennen, aber ich habe mich überwunden. Auch das abschließende Einzelzeitfahren war nochmal sehr hart", sagte Ullrich.

Weniger die Zeiten, als vielmehr die Moral von Ullrich beeindruckten dabei Rudy Pevenage, dem Sportlichen Leiter von T-Mobile: "Jan hat Mut und Kampfgeist bewiesen, bei so einem schweren Rennen einzusteigen und durchzukommen. Das schaffen nur wenige Fahrer."

Im Vordergrund stand in der Schweiz ohnehin, dass Ullrichs Knie unter Höchstbelastung hält. Wegen einer Reizung im rechten Knie hatte der 32-Jährige seinen ursprünglichen Renneinstieg bei der Sarthe-Rundfahrt vor drei Wochen absagen müssen. Diese Probleme scheinen nun überwunden.