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"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
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07.12.2000 - Hamburg (dpa) - Die Deutschland-Tour soll im kommenden Jahr ihrem Namen gerecht werden. Die Radsport-Rundfahrt wird am 29. Mai in Hamburg gestartet und endet am 4. Juni in Stuttgart - Berlin wird diesmal ausgespart.
Insgesamt führt die Tour über 1 236 Kilometer, Etappenorte sind Hannover, Goslar, Erfurt, Bad Neustadt/Saale, Mannheim, Heppenheim, Weinheim, Offenburg, Freudenstadt und anschließend Stuttgart.
«Das ist eine sehr interessante Strecke, die durch den Verlauf von Norden nach Süden das ganze Land repräsentiert», erklärte der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Manfred E. Böhmer, am Donnerstag in Hamburg. Gleichzeitig fand die Streckenpräsentation in Stuttgart statt. Berlin, in den ersten beiden Jahren nach der Wiederbelebung der Traditions-Fahrt Start- und Zielort, fand diesmal keine Berücksichtigung.
Noch offen ist, ob Telekom-Star Jan Ullrich die Deutschland-Tour bestreiten wird. Für den Tour-de-France-Sieger von 1997 und Goldmedaillen-Gewinner von Sydney kommt auch ein Start beim Giro d`Italia vom 19. Mai bis zum 10. Juni in Frage. «Wir werden bei beiden Rundfahrten mit einem Team vertreten sein», erklärte der Medienkoordinator des Teams, Matthias Schumann am Donnerstag in Hamburg. Böhmer: «Die Frage ist nur: Wo startet der Top-Mann?»
Immerhin wird mit dem Team Coast und seinen Stars Alex Zülle (Schweiz) und Fernando Escartin (Spanien) erstmals ein zweiter deutscher Profi-Rennstall bei der Deutschland-Tour an den Start gehen. Die Entscheidung, darüber, wo Ullrich im Mai startet, soll Anfang April fallen.
Höhepunkt der Strecke ist der vorletzte Abschnitt von Offenburg nach Freudenstadt. Die 194 Kilometer lange «Königsetappe» durch den Schwarzwald weist zwei schwere Bergwertungen auf, der höchste Punkt ist die Bühler Höhe mit 1059 Metern. Die längste Etappe führt die Fahrer aus 18 bis 20 Teams am vierten Tag von Bad Neustadt an der Saale nach Mannheim (220 Km).
«Die Strecke ist anspruchsvoller und sportlich wertvoller als bei der Deutschland-Tour 2000», meinte Tour-Manager Kai Rapp. Auch für das Teilnehmerfeld sind die Organisatoren optimistisch. «Das Feld wird mindestens so gut wie im Vorjahr», sagte Christian Toetzke von der Veranstaltungsagentur, und Böhmer fügte hinzu: «Wir sind international hinter Italien und Frankreich auf Platz drei gerückt.» Das soll nach 2002 untermauert werden, denn Böhmer erklärte, der Radsport-Weltverband UCI stehe kurz vor einer Kalenderreform. «Alle großen Rundfahrten werden eine Woche nach vorne geschoben, so ist Platz für andere Veranstaltungen - davon wird die Deutschland-Tour profitieren.»
Am Startort Hamburg wird bereits am 28. Mai eine große Eröffnungsfeier stattfinden, die zu den herausragenden Punkten des umfangreichen Rahmenprogramms der Deutschland-Tour zählt. Zudem sind Videoleinwände, ein Messebereich und erneut das im Vergleich zu den Profis verkürzte Jedermann-Rennen geplant. Der Etat der Tour beträgt etwa 5,8 Millionen Mark - nicht mitgerechnet die erheblichen Fernseh- Produktionskosten.
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