Profi-Radsport

Giro-Sieger weist Vorwürfe zurück

Simoni: Basso wollte mir Etappensieg verkaufen

28.05.2006 - (sid) - Die 89. Auflage des Giro d´Italia ist für den italienischen Radprofi Gilberto Simoni noch lange nicht beendet. Der Gesamtdritte erhob nach Beendigung der dreiwöchigen Rundfahrt schwere Anschuldigungen gegen seinen Landsmann Ivan Basso. Dieser habe ihm den Sieg auf der vorletzten Etappe gegen eine Geldzahlung angeboten. "Fünf Kilometer vor dem Ziel hat er mich gefragt, ob ich den Etappensieg kaufen möchte", sagte der frühere Gewinner der Italien-Rundfahrt und ergänzte: "So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie gemacht. Und dass mich Basso gefragt hat, hat mich sehr verletzt."

Basso wies nach seinem ersten Giro-Triumph am Sonntag in Mailand die Anschuldigungen zurück: "Ich werde es nicht erlauben, dass einer meinen Giro-Sieg in den Schmutz zieht. Ich habe gezeigt, dass ich der Beste in diesem Rennen bin und dass ich auch den Sieg in Aprica auf der vorletzten Etappe verdient habe. Was Simoni sagt, geht bei mir links rein und rechts raus."

Basso und Simoni hatten sich beim Schlussanstieg am Samstag gemeinsam vom Feld abgesetzt. Vier Kilometer vor dem Ziel schüttelte Basso schließlich Simoni ab und holte sich seinen vierten Etappensieg beim diesjährigen Giro.

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