Profi-Radsport

Anschuldigungen gegen Basso

Simoni muss vor's Sportgericht

29.05.2006 - (sid) - Nach den schweren Anschuldigungen gegen seinen Landsmann und Giro-Sieger Ivan Basso muss der italienische Radprofi Gilberto Simoni am 5. Juni vor dem Sportgericht des italienischen Radsport-Verbandes Stellung beziehen. Simoni hatte am Sonntag den CSC-Profi bezichtigt, ihm den Sieg auf der vorletzten Etappe gegen eine Geldzahlung angeboten zu haben.

"Fünf Kilometer vor dem Ziel hat er mich gefragt, ob ich den Etappensieg kaufen möchte", sagte der frühere Gewinner der Italien-Rundfahrt und ergänzte: "So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie gemacht. Und dass mich Basso gefragt hat, hat mich sehr verletzt."

"Links rein und rechts wieder raus"

Basso hatte nach seinem ersten Giro-Triumph am Sonntag in Mailand die Anschuldigungen zurückgewiesen: "Ich werde es nicht erlauben, dass einer meinen Giro-Sieg in den Schmutz zieht. Ich habe gezeigt, dass ich der Beste in diesem Rennen bin und dass ich auch den Sieg in Aprica auf der vorletzten Etappe verdient habe. Was Simoni sagt, geht bei mir links rein und rechts raus."

Basso und Simoni hatten sich beim Schlussanstieg am Samstag gemeinsam vom Feld abgesetzt. Vier Kilometer vor dem Ziel schüttelte Basso schließlich Simoni ab und holte sich seinen vierten Etappensieg beim diesjährigen Giro.

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