Profi-Radsport

Start in Michelstadt?

Hondo: Der Wahnsinn geht weiter!

Von Pit Weber

06.06.2006 - Neue Kehrtwendung im Fall Danilo Hondo! „Der Wahnsinn geht weiter. Ich darf ab sofort wieder Rennen fahren“, behauptet der Sprinter auf seiner Homepage.

Seine Klage vor dem Bundesgerichtshof der Schweiz sei geprüft und alle vorinstanzlichen Entscheidungen außer Kraft gesetzt worden. Weil, so das Gericht, das Ausmaß einer weiteren Startverweigerung nicht zu bemessen sei. UCI und WADA haben nun die Möglichkeit, schriftlich Stellung zu nehmen. Nach deren Eingang werde über die weitere Vorgehensweisen entschieden.

„Es ist wieder ein kleiner Teilerfolg, zu vergleichen mit einem Etappensieg bei einer Rundfahrt, wo der Ausgang um den Gesamtsieg noch lange offen bleibt“, schreibt Hondo, der die gute Nachricht nach einer Trainingsfahrt mit Andreas Klöden erfuhr.

Schon Mittwoch (7. Juni) will der Cottbuser beim Michelstädter Abendkriterium starten!

Hondos Anwalt Michael Lehner wertete die Entscheidung als Erfolg für alle Spitzensportler. "Das ist ein großer Schritt in Richtung der Stärkung der Athletenrechte", erklärte Lehner dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Topsprinter Hondo war Anfang März 2005 bei der Murcia-Rundfahrt zweimal positiv getestet worden. Sein damaliges Team Gerolsteiner reagierte mit der Entlassung, der Schweizer Verband sprach eine Sperre von einem Jahr aus. Auf Antrag der Welt-Antidoping-Agentur WADA und des Radsport-Weltverbandes UCI erhöhte das Oberste Sportschiedsgericht CAS die Sperre Anfang 2006 auf zwei Jahre bis zum 31. März 2007.

Dagegen hatte Hondo beim Kantonsgericht Einspruch eingelegt und damit zunächst Erfolg gehabt. Die Sperre wurde bis zur endgültigen Entscheidung ausgesetzt, ehe nach erneutem WADA-Antrag die Aufhebung rückgängig gemacht wurde. Nun soll die Hauptverhandlung in Lausanne, für die noch kein Termin festgelegt worden ist, Klärung bringen. Der UCI und und die WADA wurden aufgefordert, bis zum 23. Juni eine schriftliche Stellungnahme einzureichen.