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Zitat der Woche:
"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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25.06.2006 - (sid) - Lance Armstrong kommt in diesen Tagen einfach nicht zur Ruhe. Nur drei Tage nach den neuesten Doping-Anschuldigungen in der französischen Tageszeitung Le Monde hat der dreimalige Tour-de-France-Sieger Greg LeMond seinem Landsmann massive Drohungen vorgeworfen.
"Lance hat mich bedroht"
Weil LeMond im Jahr 2001 Armstrongs Kontakte zum umstrittenen italienischen Arzt Michele Ferrari kritisiert hatte, habe ihn der Texaner massiv unter Druck gesetzt. "Lance hat mich bedroht, meine Frau, mein Geschäft, mein Leben", sagte der zweimalige Weltmeister der französischen Sportfachzeitschrift L'Equipe.
LeMond wirft dem siebenmaligen Tour-Sieger sogar kriminelle Machenschaften vor. "Seine größte Drohung bestand darin, als er mir sagte, dass er Leute finden würde, die bezeugen, dass ich in meiner Laufbahn EPO genommen hätte", sagte LeMond.
Kritik am Weltverband UCI
Der erste US-Toursieger kritisiert in diesem Zusammenhang auch den Radsport-Weltverband UCI: "Das Problem geht weit über den Fall Armstrong hinaus. Das zeigt jetzt auch der Skandal in Spanien. Die Armstrong-Untersuchung an ein unabhängiges Labor zu vergeben, war ein Fehler. Das ganze System ist korrupt. Der Report hätte von der Welt-Anti-Doping-Agentur oder dem französischen Sportministerium erstellt werden sollen. Es ändert nichts, wenn man einen Fahrer erwischt, es geht einfach weiter so".
Passend zu LeMonds Stellungnahme erschien am Sonntag ein Bericht in der spanischen Tageszeitung El Pais, nach deren Informationen die Dopingfahnder gegen 58 spanische Fahrer wegen Verstrickungen in ein kriminielles Netzwerk zur Beschaffung von Dopingmitteln ermittelt wird. Aus Protest gegen diesen Bericht boykottierten die Profis das für Sonntagnachmittag geplante Rennen um die spanische Straßenmeisterschaft. Der Spanien-Skandal war Ende Mai nach der Verhaftung von Jörg Jaksches inzwischen zurückgetretenem Teammanager Manolo Saiz ins Rollen geraten.
Armstrong schließt rechtliche Schritte nicht aus
Unterdessen erwägt Lance Armstrong rechtliche Schritte gegen alle, die ihm Doping unterstellen: "Ich habe meine Rechtsvertreter autorisiert, einzuschreiten, wenn es angemessen ist".
Armstrong wies am Wochenende alle Vorwürfe noch einmal scharf zurück: "Dass ich 1996 Doping in einem Krankenhaus zugegeben hätte, ist absurd und unwahr. Nichts davon ist in den 280 Seiten der über 20 Krankenberichte zu lesen. Mein Arzt, ein führender Krebsspezialist, bezeugt, nie ein solches Statement abgegeben zu haben. Hätte ich es zu anderen Personen gesagt, stünde es in den Unterlagen. Es steht nicht da, weil es nie passiert ist".
Laut Le Monde soll der 34-Jährige den Gebrauch leistungssteigernder Mittel vor seiner schweren Krebserkrankung eingeräumt haben. Der Texaner habe dies am 28. Oktober 1996 einem Arzt des Indiana Universitäts-Hospitals gestanden.
Das Blatt beruft sich auf Zeugen, die zwischen Oktober 2005 und Januar 2006 vor einem Gericht in Dallas im Zusammenhang mit Armstrongs Klage gegen ein Versicherungsunternehmen gehört wurden. Unter Eid sollen dabei Armstrongs ehemaliger Teamkollege Franckie Andreu und dessen Frau Betsy ausgesagt haben, dass Armstrong die Einnahme von EPO, Testosteron, Wachstumshormonen und Cortison in ihrer Gegenwart zugegeben habe.
"Ich habe die Klage über die Zahlung von Siegprämien für den Tour-Sieg von 2004 in Höhe von fünf Millionen Dollar gewonnen. Zudem mussten sie noch 2,5 Millionen Dollar Strafe zahlen. Das sagt alles", sagte Armstrong.
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