Zitat der Woche:
"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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28.06.2006 - (sid) - Routinier Erik Zabel macht das Dutzend voll: Schon zum zwölften Mal seit seinem Debüt 1994 startet der Sprint-Star am Samstag in Straßburg bei der Tour de France. In diesem Jahr führt der nach Siegen erfolgreichste deutsche Profi erstmals das Team Milram an. Zabel war zum deutsch-italienischen Rennstall gewechselt, nachdem er im Vorjahr von T-Mobile nicht mehr für die Große Schleife berücksichtigt worden war.
Vorrangiges Ziel beim Comeback ist der Gewinn des siebten Grünen Trikots. Bei der Jagd auf die Sprinter-Krone baut der Kapitän auf ein junges Team, in ihm dem auch vier Tour-Neulinge noch einmal aufs Podest verhelfen sollen. Dazu würde Zabel auch ohne den leider beim Giro verletzten Alessandro Petacchi am liebsten am 7. Juli, seinem 36. Geburtstag, seinen 13. Etappensieg seit 1995 holen.
Tour-Premiere für Grabsch
Seine Tour-Premiere feiert Ralf Grabsch, obwohl er nur drei Jahre jünger als Zabel ist. "Darauf habe ich lange warten müssen", bekennt der Bruder von Phonak-Profi Bert Grabsch. Der gebürtige Wittenberger war nach der Wende zusammen mit Jan Ullrich und Trainer Peter Becker zunächst zur RG Hamburg gegangen, hatte dann ein zweijährige Gastspiel beim Telekom-Team gegeben, ehe er in die "zweite Liga" musste.
Auch seine Milram-Teamkollegen Christian Knees und Björn Schröder sind erstmals bei der Frankreich-Rundfahrt im Einsatz. Knees hatte sich als Sieger bei "Rund um Köln" und einer guten Vorstellung beim Giro d'Italia empfehlen können. "Die Tour ist allerdings etwas völlig anderes. Ich freue mich sehr auf das Rennen", sagt der frühere Telekom-Junior.
Schröder mit "Heiermann" als Glücksbringer
Schröder nimmt die Tour mit einem "Heiermann" als Glücksbringer in Angriff: "Mein erstes Rennen fuhr ich 1990 als Zehnjähriger in Westberlin. Ich gewann und erhielt als Prämie fünf Westmark. Diesen Fünfer habe ich nie ausgegeben, jetzt nehme ich ihn mit zur Tour", erzählt der aus dem Berliner Osten stammende Profi, der bei der Schweiz-Rundfahrt unerwartete Kletter-Qualitäten bewiesen hatte: "Vielleicht kann ich bei der einen oder anderen Tour-Etappe vorn mitmischen", meint der 25-Jährige selbstbewusst.
Seine erste Tour fährt auch Klassiker-Spezialist Mirko Celestino, der mit seinen Landsleuten Marco Velo und Fabio Sacchi die italienische Fraktion bildet. Zwei Zeitfahrmeister komplettieren das Team: Maxim Iglinski (Kasachstan) und Andrej Griwko (Ukraine), mit 22 Jahren der jüngste Starter aller drei deutschen Tour-Teams.
"Wir haben die perfekte Mischung, um im Kampf um das Grüne Trikot mitzumischen und werden uns nicht verstecken", gibt Teamleiter Jan Schaffrath als Parole aus.
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