Profi-Radsport

BDR: Einspruch gegen Kappes-Freispruch

13.12.2000 -

Berlin (dpa) - Das Präsidium des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) hat Einspruch gegen den Spruch des Sportgerichts in Sachen Andreas Kappes eingelegt.

Der Kölner Radprofi war vom Sportgericht des Verbandes vom Vorwurf des Dopings freigesprochen worden, nachdem Tests bei unbelasteten Probanden nach Einnahme von Nahrungs-Ergänzungsstoffen ähnliche Nandrolon-Werte ergeben hatten, wie sie bei Kappes` Dopingprobe bei den deutschen Bahnmeisterschaften im Juli ermittelt worden waren. Den zu hohen Nandrolon-Anteil im Urin hatte er mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln begründet.

«Wenn wir dieses Urteil so stehen lassen, ohne noch einmal eine genaue Untersuchung zu veranlassen, könnten wir in Zukunft auch ganz auf Dopingkontrollen verzichten. Kappes ist mit A- und B-Probe des Dopings überführt worden», erklärte BDR-Pressesprecher Rolf Bläser. Der Einspruch des Präsidiums erfolge aus grundsätzlichen Erwägungen. «Selbst wenn wir damit nicht durchkommen sollten, die Fakten waren eindeutig.»

Kappes hatte nach seinem Freispruch sofort Start-Angebote für die im Januar anstehenden Sechstage-Rennen in Bremen, Stuttgart und Berlin erhalten. Der 34-Jährige soll mit seinem Teamgefährten von den Agro-Adlern Brandenburg, Andreas Beikirch (Büttgen), starten. In seiner Laufbahn hat Kappes bisher 77 Sechstagerennen bestritten und 22 davon gewonnen.

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