Dreifacher Toursieger LeMond fordert unabhängige Kontrollen

17.12.2000  |  Berlin/Minnesota (dpa) - Der dreifache Tour-de-France-Sieger Greg LeMond (USA) hat in seiner Heimatstadt Minnesota unabhängige Doping-Kontrollen im Radsport gefordert. Der Radsport müsse sich in der «augenblicklich schwierigen Phase» bei Kontrollen und möglichen Sanktionen vom «IOC und vom Internationalen Radsport-Verband (UCI) lösen».

Laut LeMond müsste eine «Kooperation aus verschiedenen unabhängigen Institutionen» alle Anti-Doping-Tests vornehmen und bewerten. Das Vertrauen des Publikums müsste wegen der zahlreichen Doping-Affären in letzter Zeit erst wieder zurückgewonnen werden.

Der zweifache Weltmeister von 1983 und 1989 riet seinem Landsmann Lance Armstrong, 1999 und 2000 vor Alex Zülle (Schweiz) und Jan Ullrich (Merdingen) zwei Mal in Folge Tour-Sieger, auch an der kommenden Frankreich-Rundfahrt teilzunehmen. Aus Verärgerung über die laufenden Ermittlungen der Pariser Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit Doping-Vorwürfen gegen Armstrongs US-Postal-Team hat der Texaner für das nächste Jahr eine Absage erwogen. «Das wäre ein großer Irrtum. Man boykottiert das wichtigste Radsport-Ereignis des Jahres nicht auf diese Weise. Die beste Form, seine Unschuld zu beweisen, wäre an der Tour teilzunehmen», sagte LeMond, der als erster Amerikaner in Paris 1986, 1989 und 1990 siegte.

In der kommenden Woche wird sich entscheiden, ob der vor sechs Jahren zurückgetretene LeMond (39) als Sportlicher Leiter des zweitklassigen neuen Teams aus den USA, Mercury, auf die Radsport- Bühne zurückkehren wird.

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