Zitat der Woche:
"Ich weiß auch nicht, wo die geblieben sind"
(Carlo Westphal nach seinem ersten Profisieg über die Konkurrenten)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a España
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
26.12.2000 -
Berlin/Gent/Lille (dpa) - Freispruch für Richard Virenque, drei Monate Gefängnis auf Bewährung für Marco Pantani, Lance Armstrong muss eine Klage befürchten: Die Doping-Praxis der weltbesten Kletterer ist gerichtlich registriert, und über dem zweifachen Tour- Sieger aus Texas schwebt das Damoklesschwert. Der Profi-Radsport, der spätestens durch den Doping-Skandal bei der Tour de France 1998 seine Unschuld verlor, geht schwer angeschlagen ins neue Jahr.
Telekom-Teamchef Walter Godefroot vermutet hinter den Ermittlungen gegen Armstrong eine Racheaktion des französischen Fernsehens, dem der Texaner während der Tour `2000 die Tür gewiesen hatte. Angeblich belastendes Material über Doping-Konsum in der US Postal-Mannschaft wurde der Pariser Staatsanwaltschaft zugespielt. Angesichts der Drogen-Problematik in allen Gesellschaftsschichten stellte Godefroot die Verhältnismäßigkeit des spektakulären Prozesses von Lille in Frage, im besonderen Virenques Freispruch vom Vorwurf der Anstiftung zum Doping: «Da denkt sich doch jeder seinen Teil.»
Virenque, dem am Freitag eine Sperre des Schweizer Radsport- Verbandes von mindestens sechs Monaten droht, wäre nicht mit einem Freispruch davongekommen, «wenn bei uns wie in Italien geurteilt würde». Das vermutete Willy Voet, der ehemalige Betreuer und «Ersatzvater» des früheren Festina-Kapitäns. Der Belgier hatte am 8. Juli 1998 den größten Doping-Skandal der Radsport-Geschichte ausgelöst und wurde von der 7. Strafkammer in Lille mit einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 30 000 Francs (rund 9 000 Mark) belegt.
Im Gegensatz zum im November verschärften Anti-Doping-Gesetz in Italien, ist in Frankreich eigener Doping-Konsum nicht strafbar. In diesem Sinne sah Richter Daniel Delgove den französischen Radsport- Liebling Virenque, der so gut den reuigen Sünder spielen kann, auch als Opfer der offenbar üblichen Doping-Praxis. Er sprach von einer «Generalisierung» des Doping-Problems im Radsport.
Die französische Presse bewertete die milden Urteile als «letzte Warnung an den Radsport und seine Betrüger» («L`Equipe»). Das Gericht hatte indirekt dem Weltverband UCI und auch der Societe du Tour de France durch deren laxe und inkonsequente Doping-Bekämpfung die Hauptschuld an den Zuständen gegeben. Die UCI beeilte sich als Reaktion auf die Urteile gegen acht Angeklagte des fast zwei Jahre währenden Prozesses mitzuteilen, dass der Dachverband «seinen resoluten Kampf gegen jede Form von Betrug im Radsport» fortsetzen werde.
Trotz des Freispruchs steht Virenque, der in Lille nach 27 Monaten des Leugnens gestanden hatte, gedopt zu haben, vor dem Ende seiner Karriere. Der 31-Jährige ist nach Beendigung seines Engagements bei Polti weiter auf der Suche nach einem neuen Rennstall. Mit der zu erwartenden Sperre, die erst im Herbst ablaufen dürfte, ist der fünffache Gewinner des Tour-Bergtrikots quasi unvermittelbar.
Bei der Festlegung der sportlichen Sperre ist der Schweizer Verband zuständig, weil Virenque 1999 seinen Wohnsitz in die Nähe von Genf verlegt hatte. Alex Zülle, ehemaliger Team-Kollege von Virenque und neuerdings Kapitän des deutschen Top-Rennstalls Coast, war vor zwei Jahren nach seinem Doping-Geständnis vom Schweizer Verband mit einem achtmonatigem Arbeitsverbot belegt worden. Die UCI hatte die Sperre um einen Monat gekürzt.
Neben Voet, inzwischen Autor zweier Enthüllungsbücher, erhielt der ehemalige Festina-Team-Chef Bruno Roussel eine Bewährungsstrafe von zwölf Monaten und 50 000 Francs Geldstrafe. In ähnlichem Rahmen wurden fünf weitere Betreuer bestraft. Das Verfahren gegen den krebskranken, ehemaligen Teamarzt Eric Rijckaert, der flächendeckendes Doping dirigiert hatte, wurde in Lille abgetrennt.
Schumi und Förster vor Rekordkulisse in Oberhausen (28.08.2008)
Schillinger: Zwei Siege in 24 Stunden (20.08.2008)
Michael Schweizer stürmt zum Hattrick (19.08.2008)
Re: weiter abwärts! ? (29.08.2008)
Re: Kohl unterschreibt morgen... (29.08.2008)
Kohl unterschreibt morgen... (28.08.2008)
weiter abwärts! ? (28.08.2008)
Re: Etappenprofil Deutschlandtour... (28.08.2008)