Profi-Radsport

"Labor ist das Problem"

Landis kämpft weiter gegen positiven Dopingtest

11.09.2006 - (sid) - Tour-de-France-Sieger Floyd Landis schöpft nach seinem positiven Dopingtest wieder Hoffnung. Aufgrund angeblicher Widersprüche in der A- und B-Probe hofft der US-Amerikaner auf eine Begnadigung. "Wir werden beantragen, dass der Fall niedergelegt wird", sagte der Radprofi nach Rücksprache mit seinem Anwalt Howard Jacobs: "Ich habe von Beginn an gesagt, dass mit dem Test etwas nicht stimmt. Und nachdem wir nun die Unterlagen erhalten haben, ist klar, dass das Labor das Problem ist."

"Das ist keine lustige Situation"

Bestärkt wurde Landis in seinen Anschuldigungen gegen das Labor in Chatenay-Malabry vom siebenmaligen Toursieger Lance Armstrong. "Es ist wieder das gleiche Labor. Ich habe vor einer Woche mit Lance gesprochen. Das ist keine lustige Situation. Lance kann die ganze Sache gut nachvollziehen." Das besagte Labor stand auch im Zentrum der Doping-Anschuldigungen gegen Armstrong. Dabei waren nachträglich Tests von 1999 entschlüsselt worden, die offenbar den EPO-Gebrauch von Armstrong nachgewiesen hätten. Der Texaner wurde aber von der UCI von allen Vorwürfen entlastet.

Landis will nun bei der der Nationalen Anti-Doping der USA (USADA) die Niederlegung des Falls beantragen. "Sollte dies abgelehnt werden, gehen wir vor das USADA-Schiedsgericht", so Landis weiter, der bemängelte, dass der Laborbericht erst am vergangenen Freitag eingetroffen war: "Wir konnten fast sechs Wochen nichts machen. Uns wurde nur gesagt, dass der Test positiv war."

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