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"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
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13.09.2006 - New York (dpa) - Der erneut mit Doping-Vorwürfen konfrontierte Tour-de-France-Rekordsieger Lance Armstrong hat seinen ehemaligen Team-Kollegen Frankie Andreu scharf angegriffen.
«Er hat das Kriegsbeil ausgegraben, in dem er den Doping-Verdacht durch sein eigenes Schuldeingeständnis auf mich lenken will», erklärte Armstrong in einem Telefon-Interview mit der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP). "Das ist eine Geschichte über Frankie Andreu. Die Tatsache, dass er gedopt hat, hat nichts mit mir zu tun."
Andreu und ein anonym gebliebener, noch im Profiradsport Beschäftigter, hatten in einem Interview mit der «New York Times» erklärt, vor Armstrongs erstem Tour-Sieg 1999 EPO und andere leistungssteigernde, verbotene Mittel genommen zu haben. Gleichzeitig erklärte Andreu aber auch, er habe seinen damaligen Team-Kapitän Armstrong niemals selbst dopen sehen.
Durch eine 2005 vorgenommene Kontrolle war bei dem inzwischen zurück getretenen Texaner in sechs eingefrorenen und nachträglich untersuchten Urin-Proben bei der Tour 1999 EPO nachgewiesen worden. Armstrong betritt stets, gedopt zu haben und strengte deshalb mehrere Prozesse an. Andreu und seine Frau Betsy hatten Ende 2005 unter Eid vor einem Gericht in Dallas ausgesagt, dass Armstrong die Einnahme von EPO, Testosteron, Wachstumshormonen und Cortison in ihrer Gegenwart bei einem Gespräch vor seiner Krebsoperation in der Indian Universitätsklinik im Oktober 1996 zugegeben hat.
«Ich kann nicht das Gegenteil beweisen, nur wiederholen, was ich eine Million Mal gesagt habe: Ich wurde in Rennen getestet, in meinem Haus, im Hotel, auf Flughäfen. Niemals wurde mir etwas nachgewiesen. Ich habe nie leistungssteigernden Medikamente genommen, ich habe niemanden gebeten, sie zu nehmen und ich habe sie nie gutgeheißen und nie jemanden dazu ermuntert. Ich habe sauber gewonnen", so Armstrong, der im Juli auch die Tour besuchte, die sein ehemaliger Team-Kollege Floyd Landis zunächst spektakulär gewann. Drei Tage nach dem Ende der Frankreich-Rundfahrt wurde dem Amerikaner, der an zwei Toursiegen Armstrongs als Helfer direkten Anteil hatte, die Einnahme synthetischen Testorsterons nachgewiesen. Landis - sein Anwalt fordert Freispruch wegen Verfahrensfehlern - droht eine Sperre und die Aberkennung des Toursieges.
«Wenn Andreu das sagen möchte, soll er das tun. Ich weiß aber nicht, was er damit beweisen möchte», sagte der Ire Pat McQuaid, Präsident des Welt-Radsport-Verbandes UCI, zu den Andreu-Äußerungen.
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