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"Ich habe großen Mist gebaut."
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20.09.2006 - (sid) - Für den ersten Auftritt bei der Straßenrad-WM in Salzburg hat Judith Arndt vor allem einen Wunsch. "Ich hoffe, dass es endlich aufhört zu regnen", sagte die Leipzigerin angesichts des teilweise knöcheltiefen Wassers, das die Straßen der Mozartstadt nach unwetterartigen Regenfällen seit Montagabend überschwemmte. Erst Ende vergangener Woche war die 30-Jährige beim Giro della Toskana auf regennasser Strecke gestürzt, und sie musste ihr als WM-Vorbereitung gedachtes letztes Rennen abbrechen.
"Ich fühle mich eigentlich sehr gut in Form und habe mich bei dem Sturz auch nicht ernster verletzt", sagte die Weltmeisterin von 2004, auf der die Hoffnungen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) auf ein Erfolgserlebnis zu Beginn der Titelkämpfe am Mittwoch ruhen. Im Einzelzeitfahren (ab 12.00 Uhr) geht Arndt wie in den vergangenen Jahren als Mitfavoritin an den Start. 2004 wurde sie WM-Zweite, während 2005 nur der vierte Platz blieb.
"Ich sehe mich auch diesmal nicht als Favoritin"
"Ich sehe mich auch diesmal nicht als Favoritin", meint die Allrounderin vom T-Mobile Team, die diese Bürde anderen zuschiebt: "Vor allem die Schweizerinnen erwarte ich wieder ganz vorne." Denn Titelverteidigerin Karin Thürig und Priska Doppmann scheinen nach ihren glänzenden Ergebnissen in dieser Saison erneut für die Top-Plätze gesetzt.
Von der 26,1km langen Zeitfahr-Strecke, die sie am Dienstagmittag erstmals besichtigte, war Arndt angetan: "Der Kurs ist sehr anspruchsvoll. Aber das liegt mir mehr, als ein flacher Parcours." Während der Start in der Salzburger City auf 420m Höhe liegt, geht es zur Hälfte der Strecke fast bis auf 600m hinauf. Auf dem welligen Profil dürfte es für Arndt und die zweite deutsche Starterin Trixi Worrack (Brandenburg) darauf ankommen, sich die Kräfte möglichst gut einzuteilen.
BDR-Sportdirektor Bremer hofft auf einen besseren Start
2005 musste der BDR lange warten, ehe der WM-Titel von Regina Schleicher (Marktheidefeld) im Straßenrennen dem Team endlich noch Edelmetall bescherte. In den Zeitfahren von Madrid enttäuschten die deutschen Starter dagegen bis auf Arndt. BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer hofft diesmal auf einen besseren Start - zumal neben Judith Arndt am Donnerstag auch die Männer durch Sebastian Lang (Erfurt) und Andreas Klöden (CH-Kreuzlingen) die Podestplätze im Visier haben.
Nach den Frauen gehen am Mittwoch (ab 14.00 Uhr) die Nachwuchsfahrer der "U23"-Klasse in den Kampf gegen die Uhr. Nach dem schwachen Abschneiden im Vorjahr ist den deutschen Startern Tony Martin und Dominik Roels diesmal eine Top-10-Platzierung zuzutrauen.
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